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Vagusnerv-Stimulation

Ursprünglich wurde die Vagusnerv-Stimulation ausschließlich bei Epileptikern eingesetzt. Doch weil unter den Patienten oft auch die Schwermut nachließ, wird die Behandlung inzwischen auch bei Depressionspatienten angewandt.

Dazu wird den Betroffenen unterhalb des Schlüsselbeins ein kleiner Stimulator eingesetzt, der über den Vagusnerv elektrische Impulse an das Gehirn sendet. Infolgedessen werden dort offenbar vermehrt Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin freigesetzt, und die Stimmung hellt sich auf.

In ersten Studien sprachen rund 40 Prozent der untersuchten Patienten auf die Behandlung an: Ihr Zustand besserte sich deutlich und dauerhaft. In wenigen Fällen traten Nebenwirkungen wie Heiserkeit und Atembeschwerden auf.

Da bislang jedoch Langzeitstudien fehlen und die Kosten für Gerät und Operation sehr hoch sind (15000 bis 20000 Euro), sollten zunächst die herkömmlichen Methoden ausprobiert werden.