Kognitive Umstrukturierung

Wahrscheinlich wird so ziemlich jede Person, die an einer Depression erkrankt ist, während dem Krankheitsverlauf zumindest einmal diese wohlgemeinte Floskel zu hören kriegen: „Du musst nur positiv denken!“. Jemand der mit dieser Krankheit zu kämpfen hat, kann das jedoch nicht umsetzen. Durch die Depression wird die gesamte Denkweise des Betroffenen beeinflusst und zwar in der Form, dass er nur noch schwarz sieht und keine positiven Dinge mehr wahrnimmt. Die ganze Welt steht bei ihm in einem negativen Licht. Auch das feste Vorhaben des Patienten, eine positive Einstellung und einen positiven Blick auf die Umwelt zu haben, kann daran nichts ändern. Die Depression verhindert es, dass der Erkrankte das Leben genießen kann.

Diese Therapieform, dessen Entwickler Beck ist, hat ihren Ursprung in der Verhaltenstherapie. Sie unterscheidet sich von Therapien, welche sich mit der Förderung der Aktivität des Patienten beschäftigen. Bei der kognitiven Umstrukturierung liegt die Konzentration nämlich darauf, das Denkverhalten des Patienten zu verändern. Durch die Depression hat sich der Erkrankte eine fehlerhafte Denkweise angeeignet, die er nun verfolgt. Dadurch hat er ein sehr negatives Bild von allem. Er soll nun schrittweise lernen, diese Sichtweise in Frage zu stellen und zu ändern. Ein Werkzeug hierfür sind Protokolle, welche von dem Patienten selbst erstellt werden. Hier zeigt er auf, welche Situationen für ihn in seinem Alltag belastend sind und von welchen schlechten Gefühlen und Gedanken sie begleitet werden. Dadurch soll dem Patient das falsche Denkverhalten verdeutlicht werden. Der behandelnde Therapeut stellt anschließend passende Fragen, welchen den Patienten dazu veranlassen, einen Vergleich seiner Gedankengänge mit der realen Welt vorzunehmen. So kann er Fehler ausbessern und Alternativen werden entwickelt. Dies beschränkt sich jedoch nicht auf eine positive Denkweise, was häufig angenommen wird. Die größte Schwierigkeit in dieser Therapieform besteht darin, Alternativen bei dem Denkverhalten zu erkennen, welche der Patient dann ebenfalls in Krisen gebrauchen kann. Um zu testen, wie sich diese Alternativen entwickelt haben, werden Realitätstests durchgeführt, in denen Krisensituationen nachgeahmt werden. Durch diese Tests wird die Behandlung mit dieser Therapie üblicherweise abgeschlossen.

Dieses Verfahren erstreckt sich in der Regel über viele Sitzungen, meist zwischen 20 und 45 Stück.

 

 
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