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Gesünder denken – Denken Sie positiv
Depressive Menschen neigen dazu, alles schwarz zu sehen.
Diese Erkenntnis nutzt die kognitive Therapie, indem sie gezielt
ungünstige Denkweisen zu ändern versucht. Die Ergebnisse geben ihr
Recht. Profitieren auch Sie von diesem Ansatz, indem Sie die folgenden
Empfehlungen berücksichtigen.
Sich selbst auf die Schliche kommen
Wir alle führen ständig Selbstgespräche, in denen wir bewerten,
was wir gerade erleben. Achten Sie einmal darauf, mit wie viel destruktiven
Gedanken Sie sich selbst das Leben schwer machen: "Das schlechte
Wetter verdirbt mir den ganzen Tag" "In meinem Leben geht immer
alles schief". Wie wollen Sie angesichts niederschmetternder Kommentare
guter Dinge sein oder den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren?
Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst.
Fragen Sie sich bei inneren Zwiegesprächen ganz praktisch: Nützt
mir dieser Gedanke? Bestärkt er mich darin, eine Lösung für mein
Problem zu finden? Hilft er mir, mein Leben zu bewältigen? Gibt
er mir das Gefühl, ein wertvoller Mensch zu sein? Oder schwächt
er mich, macht mich unzufrieden und mutlos? Üben Sie, ab sofort
vor allem das zu denken, was Ihnen gut tut und Lösungen fördert.
Abwertende Gedanken stoppen
Sagen Sie sich ganz bewusst "Stopp – so nicht!", wenn sich
abwertende oder entmutigende Gedanken in Ihnen breit machen wollen.
Verstärken Sie dieses "Stopp" durch eine prägnante körperliche Bewegung,
etwa indem Sie mit den Fingern schnippen oder abrupt aufstehen.
Ersetzen Sie mürrische Gedanken auf der Stelle durch neue, aufmunternde,
die Ihrem Tun förderlich sind.
Statt: "Völlig vergeblich, das konnte ich noch nie, es hat gar
keinen Sinn, damit überhaupt anzufangen!", formulieren Sie: "Ich
werde es einfach versuchen. Sicher kann ich es nach und nach lernen."
Statt: "Ich Idiot, alles mache ich falsch!", sagen Sie sich: "Hier
habe ich einen Fehler gemacht. Das ist normal. Mal sehen, wie ich
ihn wieder beheben kann." Verscheuchen Sie die missbilligenden Stimmen
aus Ihrem Kopf un d ersetzen Sie "Selbstbeschimpfungen" durch Nachsicht
sowie einen gut durchdachten Aktionsplan!
Wider das depressive Denken
Depressive Menschen sollten deshalb konsequent üben, wie man Sachverhalte
präzise beschreibt, sinnvoll nach Ursachen forscht, vernünftige
Zusammenhänge herstellt und damit wirklichkeitsnah denkt.
Bilden Sie daher kurze, klare Sätze, etwa: "Das und das habe ich
geschafft", "Heute ist ein schöner Tag!" Verzichten Sie auf Verallgemeinerungen
("immer", "alle", "stets"), insbesondere wenn es sich um Verneinungen
handelt ("niemals", "keiner", "ohne", "aber"). Sagen Sie anstelle
von "Ich habe keine Angst", lieber "Ich gehe diese Sache mutig an".
Menschen mit Depression verallgemeinern im Übermaß. Nach dem "Alles-oder-nichts-Prinzip"
erwarten sie oft, wieder ganz und schnell zu gesunden. Misserfolge
werden der eigenen Person, Erfolge dem Zufall ("Alles nur Glück")
oder anderen äußerlichen Faktoren zugeschrieben.
Positive Alternative!
Nutzen Sie das folgende Schema, wenn Sie sich in der Kurzbeschreibung
wiedererkannt haben. Tragen Sie in die linke Spalte alle ungünstigen
Aussagen ein, die Ihnen im Laufe eines Tages durch den Kopf gehen.
Machen Sie sich in der mittleren Spalte klar, warum Sie derartiges
Denken beeinträchtigt, warum Sie auf derartige Gedanken verzichten
sollten und was Sie dem entgegen halten können.
Finden Sie anschließend für jede negative Formulierung mindestens
eine positivere Alternative. Notieren Sie diese in der dritten Spalte
und nutzen Sie künftig die günstigere Version. Beobachten und protokollieren
Sie, wie sich die Gedankenalternative, auf Ihr weiteres Erleben,
Denken und Verhalten auswirkt.
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