Patienten, die dauerhaft unter Schmerzen leiden, bekommen zu
einem überwiegenden Teil zumindest leichte Depressionen.
Dabei kann der Schmerz sowohl Auslöser als auch die Folge
der Depression sein.
Die Problematik kann gut anhand von Rückenschmerzen erklärt
werden. Diese Rückenschmerzen können das Leben des
Patienten zur Qual machen und treten deshalb oft auch zusammen
mit Depressionen auf.
Akute Rückenschmerzen können leichte Depressionen
auslösen, welche die Rückenschmerzen dann verschlimmern
können. So entsteht eine Abwärtsspirale von Schmerz
und Depression, die immer schlimmer wird. Dazu kommt dann im
Laufe der Zeit eine verstärkte Antriebslosigkeit, die den
Depressiven zusätzlich in seiner Beweglichkeit hemmt. Die
Rückenschmerzen verstärken sich noch mehr.
Wichtig ist deshalb, daß dieser Teufelskreis durchbrochen
wird. Die Therapie solcher Patienten mit beiden Krankheitsbildern
erweist sich dementsprechend doppelt schwer. Allgemein zu Patienten
mit Dauerschmerzen ist zu sagen, daß hinter diesen Schmerzen
auch psychosomatische Ursachen, psychische Probleme oder beruflicher
oder familiärer Stress stehen können.