Tipps für Betroffene
Wenn sie an einer Depression erkrankt sind, werden Sie wissen,
wie schwer es ist, mit dieser Krankheit sein tägliches Leben
zu bewältigen. Für viele ist es schwierig, die eigenen
Gedanken unter Kontrolle zu bringen. Hier einige Tipps, wie sie
ihr Leben mit der Depression leichter bewältigen können.
Akzeptieren Sie Ihre Krankheit
Erst wenn sie wissen, woran sie erkrankt sind und wenn sie sich
dies auch eingestehen, können sie sinnvoll etwas dagegen unternehmen.
Sie haben nichts davon, wenn sie gegen sich selbst ankämpfen
und so tun, als wäre alles ganz normal. Denn es ist nicht normal.
Dabei hat diese Erkrankung nichts damit zu tun, dass sie schwach
oder schlecht sind. Es ist eine Erkrankung, so wie jeder andere
Erkrankung auch. Und dagegen sollte man unbedingt etwas unternehmen.
Suchen Sie sich eine Therapie
Das wirksamste Mittel gegen eine Depression scheint immer noch
eine Therapie zu sein. Suchen Sie sich also ärztliche und therapeutische
Hilfe, damit sie aus dem schwarzen Loch der Depression möglichst
schnell wieder herauskommen. Wenn sie dies alleine nicht schaffen,
versuchen sie Verwandte oder Freunde um Hilfe zu bitten.
Wichtig ist, dass sie zu ihrem Arzt und dem Therapeuten eine gute
Beziehung haben. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass sie der
Arzt oder Therapeuten nicht richtig versteht oder ernst nimmt, so
scheuen Sie sich nicht davor, einen anderen Arzt aufzusuchen.
Im Rahmen einer Therapie werden sie wahrscheinlich auch Medikamente
verordnet bekommen, die sie genauso einnehmen sollten, wie der Arzt
beziehungsweise Therapeut es ihnen vorschreibt. Seien Sie sich darüber
im klaren, dass eine Wirkung meist erst nach mehreren Tage beziehungsweise
Wochen eintritt. Setzen Sie also nicht eigenmächtig vor die
Medikamente wieder ab.
Strukturieren sie ihr Leben neu
Viele an einer Depression erkrankte haben keinen strukturierten
Tag mehr. Sie leben in den Tag hinein und machen nur noch das, was
unbedingt nötig ist. So bleibt zum Beispiel bei manchen die
Körperhygiene auf der Strecke, manche machen die Nacht zum
Tag und andere wiederum verlieren im Laufe der Zeit ihren Arbeitsplatz,
weil sie ständig zu spät kommen.
Versuchen Sie deswegen, geordnete Strukturen in ihren Alltag zu
bringen. Essen sie so den möglichst immer gleichen Zeiten,
versuchen sie jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen und zur gleichen
Zeit ins Bett zu gehen, duschen sie jeden Tag, den sie jeden Tag
einkaufen und so weiter. Machen Sie sich notfalls einen Tagesplan,
den sie abarbeiten können.
Versuchen Sie, negative Faktoren auszuschalten
solche Negativfaktoren können zum Beispiel Alkohol oder Rauchen
sein. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit,
an einer Depression zur Kranken bei Rauchern für 14 % höher
liegt als bei Nichtrauchern.
Feiern Sie auch kleine Siege
Wenn Sie eine Depression haben, so wissen sie, wie Tests das Leben
sein kann. Deswegen ist es wichtig, auch kleine Siege zu feiern.
Belohnen sie sich, wenn sie es geschafft haben, zum Beispiel die
Steuererklärung auszufüllen. So motivieren sie sich selbst,
gegen die Krankheit anzugehen. Sollten sie in einer Therapie sein,
sollten Sie dies auch ihren Therapeuten erzählen, so dass er
darauf ein gehen kann dies gegebenenfalls auch in die Therapie einfließen
lassen kann.
Suchen Sie Hilfe bei ihrem Partner
Wenn sie an einer Depression erkrankt sind ist es für ihren
Lebenspartner meist schwer, damit umzugehen. Eine Depression stellt
in jedem Fall eine Belastung für eine Partnerschaft dar. Damit
Ihr Partner aber vernünftig damit umgehen kann und ihnen sogar
helfen kann ist es wichtig, klar mit ihm darüber zu reden.
Verschweigen sie nicht ihre Krankheit, sagen sie ganz klar, was
los ist.
Reden Sie mit Ihrem Partner darüber, wie es ihnen geht, reden
Sie mit ihm darüber, wovor sie Angst haben und sagen Sie ihm,
dass sie ihn brauchen und dass sie ihn lieben, auch wenn sie ihm
das nicht immer so zeigen können.
Wie oben schon erwähnt ist ein Faktor, der es möglich
macht, Depression hinter sich zu lassen, ein starkes Maß an
zwischenmenschlichen Beziehungen. So ist es sehr wichtig, dass sie
sich mit ihrem Therapeuten gut verstehen, noch wichtiger ist es
allerdings, dass sie in jedem Bekannten und Verwandten Kreis möglichst
viele Menschen haben, die wissen was mit ihnen los ist und ihnen
ihre Unterstützung anbieten. Das wichtigste jedoch scheint
der Lebenspartner zu sein, der die stärkste Kraft darstellen
kann, ihnen aus der Depression zu helfen!
Steigern Sie Ihr Selbstwertgefühl
Depressiven Menschen fällt es meist schwer, sich mit anderen
"auseinanderzusetzen". Aus der Sorge, die Zuwendung von Bezugspersonen
zu verlieren, schlucken einige lieber ihren Ärger.
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Lernen Sie gesünder zu denken
Depressive Menschen neigen dazu, alles schwarz zu sehen. Diese Erkenntnis
nutzt die kognitive Therapie, indem sie gezielt ungünstige Denkweisen
zu ändern versucht. Die Ergebnisse geben ihr Recht. Profitieren
auch Sie von diesem Ansatz, indem Sie die folgenden Empfehlungen
berücksichtigen.
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