Zyklothyme Störung

Treten bei einem Menschen mehrere Jahre lang stark schwankende Stimmungslagen auf, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der jeweiligen Lebenslage stehen, so ist die Rede von einer Zyklothymia, also der zyklothymen Störung. Bei solchen Stimmungsschwankungen durchlebt der Betroffene abwechselnd Phasen mit sehr guter Stimmung und Phasen mit depressiver Stimmung. Ein solches Auf und Ab der Stimmungslagen kann man auch mit den Stimmungsschwankungen einer bipolaren Störung vergleichen, wobei sie jedoch weniger stark ausgeprägt sind, als es bei einer manisch-depressiven Krankheit der Fall ist – und zwar sowohl bei der depressiven Phase, als auch in der manischen Phase.

Die positiven Stimmungsphasen werden bei der zyklothymen Störung von dem Betroffenen häufig als sehr angenehm und auch kreativ wahrgenommen. Immer wieder werden folgende positiven Auswirkungen der Phasen mit guter Stimmung genannt:

  • Das Schlafbedürfnis des Erkrankten lässt nach.
  • Das Selbstwertgefühl des Betroffenen bessert sich.
  • Das Redebedürfnis des Betroffenen steigt an.

Die Phasen mit depressiver Stimmung können jedoch sehr belastend sein. Während diesen Phasen zeigen sich immer wieder folgende Dinge:

  • Die Stimmungslage des Betroffenen ist sehr gedrückt.
  • Der Erkrankte wird von Schuldgefühlen geplagt.
  • Der Betroffene verbringt sehr viel Zeit damit, über sein Leben zu grübeln.

Jemand, der an einer Zyklothymia erkrankt ist, leidet üblicherweise nicht sehr extrem. Dies führt dazu, dass die Betroffenen häufig meinen, eine Behandlung sei in ihrem Fall nicht notwendig. Außerdem bemerken sie oftmals überhaupt nicht, dass ihre Stimmung so oft und heftig umschlägt. Dies führt dazu, dass die Erkrankung der zyklothymen Störung häufig nicht bemerkt wird und folglich auch nicht behandelt werden kann.

Es kommt daher immer wieder vor, dass die Mitmenschen des Erkrankten, insbesondere die Ehepartner, Kinder, sonstige Verwandten und Angehörigen, feststellen, wie sich der Betroffene immer mehr verändert. Vor allem die Stimmungsschwankungen werden natürlich wahrgenommen, aber es wird auch festgestellt, dass sich der Betroffene anders verhält als zuvor. Dazu gehört beispielsweise auch das soziale Verhalten des Erkrankten. Außerdem nimmt die betroffene Person sich als Folge der zyklothymen Störung selbst anders wahr, als es sonst der Fall war. So ist es keine Seltenheit, dass von den Mitmenschen, die dem erkrankten Mensch nahe stehen, für den Betroffenen ein Termin beim Arzt vereinbart wird, um gemeinsam über die Krankheit zu sprechen und Maßnahmen zur Behandlung einzuleiten.

Wie eine zyklothyme Störung dann letztendlich behandelt wird, hängt von dem Patienten ab. Der behandelnde Arzt wird hier eine individuelle Behandlungsform festlegen. Dabei gibt es zwei wesentliche Bausteine, die verwendet werden können:

  • Psychotherapie
  • Therapie mit Medikamenten

Trotzdem ist es bis heute noch so, dass bei einer Zyklothymia die meisten Erkrankten überhaupt nicht behandelt werden.

 

 
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