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Reaktive Depression

Man nennt eine reaktive Depression auch als Anpassungsstörung. Eine solche Anpassungsstörung ist das Ergebnis eines Ereignisses, auf das sich der Betroffene nicht einstellen kann, mit dem er nicht zurecht kommt. Oft ist ein solches Ereignis eine Trennung, Tod, Kränkung oder ein sonstiges Trauma. Aber auch Arbeitslosigkeit, der Auszug der Kinder, ständige Kränkungen, Gewalt oder auch der Eintritt in die Rente kommen in Betracht.

Meist wird eine solche Anpassungsstörung wenige Wochen nach beendigung des auslösenden Faktors überwunden. Aber auch der Übergang in eine andere Depressionform ist möglich.

Besonders gefährdet sind Menschen, die ein gemindertes Selbstwertgefühl haben und wenig Selbstvertrauen, die eine übersteigerte Gewissenhaftigkeit oder einen gewissen Perfektionismus haben, Menschen, die Anerkennung wollen, Neigungen zu Schuldgefühlen haben, die keine Aggressionen ausleben können, nicht Nein sagen können, eine Neigung dazu haben, sich an andere Menschen zu klammern oder Angst haben, daß sie ihren Partner verlieren.

Jeder Mensch muß im Laufe seines Leben Schicksalsschläge ertragen.
Der Tod von Freunden, Verwandten oder Eltern, Arbeitslosigkeit, Trennung, aber auch kleiner Dinge wie der Tod eines Haustieres, müssen überwunden werden. Einige Menschen stecken dies einfacher weg als andere. Im ungünstigsten Fall entwickelt sich eine Depression als Reaktion auf solche Ereignisse. Man nennt eine solche Depression dann auch Belastungs-Depression, depressive Erlebnisreaktion, psychoreaktive Depression, abnorme depressive Belastungssituation oder depressive Reaktion.

Die Auslöser sind bei Männern und Frauen verschieden
Bei Männern entstehen solche Störungen oft durch Konkurrenzsituationen, Übergangenwerden bei Beförderungen, kaum Karrierechancen, finanzielle Sorgen oder Probleme in der Familie.

Bei Frauen sind die Auslöser z.B. eine enttäuschte Liebe bzw. Partnerschaft, bei Single-Frauen die Angst vor Vereinsammung und Isolierung.

Eigentlich fühlen sich die Betroffenen gar nicht krank, eher verzweifelt und hoffnungslos. Sie wirken aphatisch, niedergeschlagen, hilflosigkeit - wie ein Tiger im Käfig, der sich seiner Situation ergeben hat.