Depressionen News
Karls Tagebuch
Sonstiges


Zu unserer Hauptseite




Pferde holen Patienten aus tiefen Depressionen
[1 mal gelesen]


Dienstag, 22.4.2008, 00:12:13 Uhr

Wirksame Therapien gegen das Stimmungstief


Um Rezidive zu vermeiden, müssen Antidepressiva mindestens sechs Monate lang eingenommen werden

Antidepressiva holen Patienten nicht nur aus dem Stimmungstief, sie können auch zuverlässig Rezidiven vorbeugen. Welche der Antidepressiva zur Therapie geeignet sind, hängt davon ab, ob die Patienten gehemmt oder eher erregt sind, ob sie Schmerzen oder kognitive Störungen haben.

Depressive Patienten haben oft Rezidive: Bei 80 Prozent folgt auf die erste Episode eine zweite, und mit jedem Rückfall nimmt die Wahrscheinlichkeit für weitere Rezidive noch zu. Daher ist nach einer akuten Phase eine mindestens halbjährige Erhaltungstherapie nötig - am besten mit Medikation und Psychotherapie. Die Erhaltungstherapie senkt das Rezidivrisiko um etwa 70 Prozent. Wenn sich Patienten nach besonders schweren Depressionen erholen, bei hohem Suizidrisiko oder bei häufigen Rezidiven sollte die Therapie über Jahre bis lebenslang fortgeführt werden.

Ein Antidepressivum wird zunächst für zwei Wochen verordnet. Ist dann keine Wirkung erkennbar, wird für weitere zwei Wochen die Höchstdosis genommen. Falls das nicht hilft, wird auf ein Präparat einer anderen Substanzklasse gewechselt. Zu den Therapieoptionen gehören:

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) sind etwa Citalopram (zum Beispiel Cipramil®) oder Sertralin (etwa Zoloft®). SSRI wirken antriebsneutral bis antriebssteigernd. In Studien wurde auch eine gute Wirkung bei Angst- und Panik-attacken sowie bei sozialer Phobie belegt. Escitalopram (Cipralex®) ist das S-Enantiomer von Citalopram. In Studien wirkte es schneller und stärker als Citalopram. Bereits nach zwei Wochen waren die Werte auf Symptomskalen um 20 Prozent reduziert.

Der selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer Reboxetin (Edronax®, Solvex®) ist besonders bei gemindertem Antrieb geeignet - die Patienten werden agiler.

Venlafaxin (Trevilor®) und Duloxetin (Cymbalta®) hemmen sowohl selektiv die Serotonin- als auch die Noradrenalin-Wiederaufnahme. Sie lindern außer Depressionen auch gut Schmerzen und Angstzustände und bessern die kognitive Leistung. In einer einer Studie mit Duloxetin reduzierten sich Schmerzen um etwa ein Drittel - gemessen auf einer visuellen Analogskala. Und in einer Meta-Analyse war die Substanz bei den Remissionsraten den SSRI überlegen. In einer Studie mit Venlafaxin mit knapp 1100 Patienten waren nach zwei Jahren noch 72 Prozent rezidivfrei, mit Placebo nur 53 Prozent.

Mirtazapin (etwa Remergil®) wirkt ebenfalls serotonerg und noradrenerg, ist schmerzlindernd, Schlaf anstoßend und appetitsteigernd.

Tri- und tetrazyklische Antidepressiva haben sich auch bei sehr schweren Depressionen bewährt und werden häufig in Kliniken angewandt, sie wirken jedoch meist anticholinerg und können die Kognition beeinträchtigen. Eher bei Unruhe und Schlafstörungen geeignet sind Amitriptylin (etwa Saroten®) und Doxepin (zum Beispiel Aponal®), eher antriebssteigernd und angstlösend wirken Nortriptylin (Nortrilen®) und Opipramol (etwa Insidon®).

Bupropion ist seit diesem Jahr auch als Antidepressivum erhältlich (Elontril®). Es hemmt sowohl die Wiederaufnahme von Noradrenalin als auch die von Dopamin. Die Arznei eignet sich besonders auch bei Antriebsarmut und hat keine negativen Effekte auf die Sexualfunktion. (ars/mut)









Quelle: http://www.aerztezeitung.de/


Thema: Depressionen News

Dieser Beitrag wurde 2940 mal gelesen.

Kommentar schreiben  Druckansicht  Seitenanfang 
Beurteilen 




Zu früh gefreut

Mal wieder was von mir:

Ältere Mütter haben häufiger Psychosen

Depression ist „der unsichtbare Feind“ der Europäer

Statusbericht für heute

Promethazin - Die Bremse für das Kopfkarussell

Australien-Star spricht über seine Depressionen

Ich nochmal

Depressive Jungs

Depressionen



Fortsetzung von gestern
Hochbegabte sind oftmals schlau, selbstgenügsam und - isoliert
Manisch-Depressive leben gefährlich
Angehörige von Depressiven leiden auch - ich merk's
Karl erzählt


Gesamtverzeichnis
Februar 2009
Januar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
April 2008
März 2008
Januar 2008
Dezember 2007
Oktober 2007


Von: Krank
Kommentar:
Das macht sehr krank
Zum Beitrag


Von: Julia Cz.
Kommentar:
Lieber Karl...

Zum Beitrag


Von: Tom L.
Kommentar:
Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
Zum Beitrag


Von: Karl
Kommentar:
Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.

Zum Beitrag


Von: ElliVanelli
Kommentar:
Hallo Karl

Zum Beitrag



Mister Wong

RSS-Feed

Heute ist der
9.9.2010

Es ist
14:13:35 Uhr

Ihre IP:
38.107.191.90

Blog-Einträge: 146

Die letzten 24 Stunden im Überblick


Gelesene Beiträge insgesamt:
77082


Mo Di Mi Do Fr Sa So
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930

Impressum