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Dienstag, 13.1.2009, 00:04:27 Uhr
| | Viele Suizide lassen sich vermeiden |
Männer über 70 Jahre sind besonders gefährdet / Vor dem Suizid besteht oft noch Kontakt mit Hausärzten
NEU-ISENBURG (ner). Etwa 11 000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr durch Suizid. Das sind deutlich mehr Todesfälle als im Straßenverkehr. Viele Menschen, die eine Selbsttötung vorhaben, besuchen kurz vorher ihren Hausarzt.
Suizide seien ein unterschätztes Problem, so die WHO: Eine Million Menschen sterben weltweit jedes Jahr durch Suizid. Zwar ist die Suizidrate in Deutschland seit Ende der 1970er Jahre kontinuierlich gesunken, liegt aber nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen zehn Jahren unverändert zwischen 10 000 und 12 000 Suiziden pro Jahr.
Suizidversuche sind zehn- bis zwanzigmal häufiger. Unvollendete Suizide seien hauptsächlich bei jungen Menschen zu verzeichnen, vor allem bei Frauen, sagte Privatdozentin Dr. Barbara Schneider von der Universitätsklinik Frankfurt am Main. Vollendete Suizide dagegen vorwiegend bei alten Menschen, besonders Männern. "In Deutschland nimmt dieses Problem besonders ab dem 70. Lebensjahr stark zu", so Schneider zur "Ärzte Zeitung".
Abgesehen vom Alter empfiehlt die Psychotherapeutin, auf bestimmte Risikofaktoren zu achten. 90 Prozent aller Suizidopfer waren psychisch krank. An erster Stelle stehen dabei Depressionen, Alkoholismus und Schizophrenie. "Die WHO geht davon aus, dass die Suizidrate weltweit um 20 Prozent sinken würde, wenn man diese Patienten ausreichend behandeln würde", so Schneider.
Hinzu kommen soziale Faktoren wie Partnerverlust, Arbeitslosigkeit, erheblicher Arbeitsdruck und Mobbing. Letzteres findet sich vor allem in bestimmten Berufsgruppen: Ärzte, Krankenpfleger, Künstler und Bauern gelten als verstärkt suizidgefährdet. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen, die dann zum Suizid führen. Ausschlaggebend sei häufig, dass die Umgebung, etwa die Familie, demjenigen die Unterstützung entziehe, so Schneider.
"Viele Menschen gehen in der Woche vor ihrem Suizid zum Hausarzt", sagt Schneider, und ruft ihre Kollegen auf, Menschen in schwierigen Lebenssituationen auf das Thema anzusprechen. Die Betroffenen sehen für ihr Problem oft nur Schwarzweiß-Lösungen, eine davon ist der Tod. Es gelte, mit professioneller Hilfe die Menschen in die Lage zu versetzen, mehrere Problemlösungen zu entwickeln.
Thema: Depressionen News
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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