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Montag, 1.12.2008, 20:41:09 Uhr
Ein regionales Bündnis informiert über Depressionen und Hilfsangebote
Vor mehr als drei Jahren wurde das Bündnis gegen Depression Neckar-Alb in Tübingen gegründet. Ziel des Vereins ist die bessere Erkennung und Überwindung der oft unterschätzten Krankheit.
In ihrer Häufigkeit liegen Depressionen vor Alkoholmissbrauch, Arthritis und Demenz. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leiden unter längerfristigen Erkrankungen, etwa 20 Prozent durchleben kürzere Episoden. Doch obwohl Depressionen zu den häufigsten Erkrankungen gehören, werden sie oft nicht richtig erkannt und behandelt. Dabei kann Aufklärung Positives bewirken. So konnte während einer zweijährigen Vergleichsstudie die Suizidrate in Nürnberg alleine durch verstärkte Prävention um 25 Prozent gesenkt werden. Das war 2001 und seither hat sich einiges getan. Bundesweit entstanden 40 lokale Bündnisse gegen Depression, und europaweit schlossen sich mehr als zehn Länder diesem Vorbild an.
Gestern gaben Prof. Gerhard Längle, Medizinischer Geschäftsführer der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Reutlingen (PP.rt), Berthold Müller, Chefarzt an der Münsterklinik Zwiefalten, die Tübinger Ärztin Ute Schindler, Angelika Schmitz vom Arbeitskreis Leben und Renate Pandtle von der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie einen Überblick über die Aktivitäten des regionalen Bündnisses.
Schindler berichtete für die lokale Gruppe in Tübingen von regelmäßigen Vorträgen rund um das Thema Depressionen und über Aktivitäten von Yoga bis zum kreativen Schreiben. Auch im sportlichen Bereich engagiert sich das Bündnis. Da Laufen gegen Depressionen wirke, wurde der Langläufer Dieter Baumann als Schirmherr gewonnen. Ein Stand auf dem Tübinger Marktplatz zum Thema stieß dagegen auf wenig Interesse bei den Passanten.
„Die Menschen trauen sich einfach nicht“, sagt Schindler. Und Schmitz sieht sich bei Gesprächen zum Thema „oft mit Scham konfrontiert“. Beraterin Pandtle hat ausgemacht, woran das liegen könnte: „Depression ist eine Krankheit, die dem gesellschaftlichen Trend von Leistung und Schnelligkeit entgegenströmt.“
Besonders tragisch ist es aus Sicht von Prof. Längle, dass es durch den permanenten Leistungsdruck bereits in den Schulen zu einer deutlichen Zunahme psychosomatischer Erkrankungen komme. „Ich denke da kommt was auf uns zu“, sagt Längle:: „Ich würde mir wünschen, dass die Politik entsprechend reagiert.“
Neben Informationsveranstaltungen mit Multiplikatoren widmet sich das Bündnis Neckar-Alb der Vernetzung von Einrichtungen und zwei kleineren Forschungsprojekten. Das eine Projekt beschäftigt sich mit dem Weg, den depressive Menschen gehen, bis sie sinnvoll behandelt werden, das zweite untersucht die vorhandenen Versorgungsstrukturen.
In konkreten Zahlen lässt sich die Wirkung des Bündnisses bislang noch nicht bemessen. Allerdings zeige jede Aktion spürbaren Effekt. Was aber vielleicht auch daran liege, merkt Chefarzt Müller an, „dass Depressionen unter den seelischen Erkrankungen noch die hoffähigsten sind.“
Besonders tragisch ist es aus Sicht von Prof. Längle, dass es durch den permanenten Leistungsdruck bereits in den Schulen zu einer deutlichen Zunahme psychosomatischer Erkrankungen komme. „Ich denke da kommt was auf uns zu“, sagt Längle:: „Ich würde mir wünschen, dass die Politik entsprechend reagiert.“
Neben Informationsveranstaltungen mit Multiplikatoren widmet sich das Bündnis Neckar-Alb der Vernetzung von Einrichtungen und zwei kleineren Forschungsprojekten. Das eine Projekt beschäftigt sich mit dem Weg, den depressive Menschen gehen, bis sie sinnvoll behandelt werden, das zweite untersucht die vorhandenen Versorgungsstrukturen.
Neben Informationsveranstaltungen mit Multiplikatoren widmet sich das Bündnis Neckar-Alb der Vernetzung von Einrichtungen und zwei kleineren Forschungsprojekten. zwei kleineren Forschungsprojekten.
http://tagblatt.de/2836518/Nachrichten/Reutlingen
Thema: Depressionen News
Dieser Beitrag wurde 746 mal gelesen.
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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