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Thema Depressionen News Dienstag, 15.4.2008, 19:15:34 Uhr
Schwere Depressionen sind mit einer dreifachen Erhöhung der kardialen Sterberate verknüpft
Depressionen und kardiovaskuläre Erkrankungen hängen zusammen. Inzwischen wird immer klarer, dass die Zusammenhänge nicht zufällig sind. Vielfältige Erklärungen werden herangezogen von Thrombozyten-Anomalien bis zu Lebensstil. Eins ist klar: Depressionen verschlimmern den Verlauf kardiologischer Erkrankungen. Und erste Studien belegen die Effizienz antidepressiver Therapien bei HerzPatienten.
Von Professor Alexander Glassman
Depressionen und kardiovaskuläre Erkrankungen treten oft zusammen auf. Dafür gibt es seit etwa 15 Jahren genug wissenschaftliche Belege. So wurde in den neunziger Jahren in Studien bei stationär behandelten KHK-Patienten eine Prävalenz schwerer Depressionen zwischen 17 und 27 Prozent gefunden.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:13:25 Uhr
LONDON (ast). Jeder fünfte britische Hausarzt verschreibt Patienten, die unter leichten Depressionen leiden, lieber sportliche Betätigung anstatt Antidepressiva. Das geht aus aktuellen Zahlen des Londoner Gesundheitsministeriums hervor.
Demnach hat sich die Zahl der Ärzte, die Patienten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS Sport verordnen, in den vergangenen drei Jahren mehr als vervierfacht. Die Kosten für die Sporttherapie werden indes nicht immer auch von der lokalen NHS-Verwaltung übernommen.
Das kritisieren Patientenverbände. "Die positiven therapeutischen Wirkungen von Sport gerade bei leichten Depressionen sind erwiesen", so ein Sprecher der Mental Health Foundation (MHF) in London. Die MHF verlangt die Kostenübernahme der Bewegungstherapie für alle NHS-Patienten. Das spare jährlich Arzneiausgaben in Millionenhöhe. Britische Hausärzte haben sich dieser Forderung angeschlossen.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:12:42 Uhr
Mehrere Untersuchungen belegen wachsenden Alkohol- und Medikamentenmissbrauch unter Studenten / Leistungsdruck als eine Ursache
HAMBURG (dpa). An deutschen Universitäten tobt die Revolution. Keine von unten, sondern eher eine von oben. Mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge haben sich die Hochschulen vom 200 Jahre alten System verabschiedet, das einst von Preußens Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt geprägt wurde.
Statt ihr Studium selbst zu bestimmen, klagen viele der zwei Millionen Studenten immer öfter über eine zunehmende Verschulung der Uni, voll gestopfte Stundenpläne, Klausurenmarathon, Studiengebühren und Überforderung. Der Druck steigt und führt zu alarmierenden Ergebnissen: Fast jeder dritte Student trinkt einer Studie zufolge zu viel Alkohol und angehende Akademiker schlucken mehr Psychopharmaka als andere Altersgenossen.
Im AStA der Universität Hamburg will man dies nicht bestätigen. "Aber da ist die Dunkelziffer sicher hoch, dies ist kein Thema, über das Studenten offen sprechen", sagt der Vorsitzende Torsten Hönisch. Er begrüßt die Umstellung auf Bachelor und Master, mit der die internationale Vergleichbarkeit erhöht und Studenten zu schnelleren Abschlüssen geführt werden sollen.
Drei Klausuren in fünf Tagen seien aber keine Seltenheit mehr und setzen besonders Studienanfänger unter Druck, berichtet ein Kollege im AStA. Bis zu 70 Prozent der Hamburger Studenten müssen zudem neben dem Studium noch arbeiten. ...
Dienstag, 15.4.2008, 19:11:43 Uhr
PITTSBURGH (mut). Bei Jugendlichen mit Depressionen sollte eine Verhaltenstherapie nicht fehlen: In Kombination mit einer Arznei sorgt sie für höhere Remissionsraten als die Medikamenten-Therapie allein, bestätigt eine neue Studie.
Ein Antidepressivum ist schnell verschrieben, für eine Verhaltenstherapie ist deutlich mehr Aufwand nötig. Das ist ein Grund, weshalb Jugendliche - zumindest in den USA - bei Depression häufig nur eine Arzneitherapie bekommen.
In Deutschland sind Ärzte meist zurückhaltender mit Antidepressiva. Denn nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie soll nur bei erfolgloser Psychotherapie oder schweren Depressionen medikamentös behandelt werden - auch dann stets in Kombination mit Psychotherapie.
Dass es so wirklich den größten Erfolg gibt, bestätigt jetzt eine US-Studie mit 334 Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die auf eine achtwöchige Therapie mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) nicht angesprochen hatten (JAMA 299, 2008, 901).
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Dienstag, 15.4.2008, 19:10:54 Uhr
Neue Meta-Analyse: Nur bei schwer Depressiven sind Antidepressiva von Vorteil
HULL (mut). Eine neue Meta-Analyse zu modernen Antidepressiva schlägt derzeit Wellen: Danach sind sie nur bei schwer depressiven Patienten klinisch gut wirksam.
"Forscher bezweifeln die Wirksamkeit von Antidepressiva" lauten derzeit die Schlagzeilen in einigen Medien. Allerdings sind die Ergebnisse der neuen Meta-Analyse britischer Ärzte wenig überraschend: Die Wirksamkeit der Arzneien (drei SSRI und Venlafaxin) war auch in der Analyse von 35 Studien statistisch signifikant (PLoS Medicine 5, 2008, e45).
Allerdings war der Unterschied zwischen Placebo und Verum in den Studien bei mittelschweren Depressionen relativ gering. Erst bei Patienten mit schweren Depressionen war er deutlich ausgeprägt - dies ist auch schon aus anderen Analysen bekannt. Der Grund: Bei leichten und mittelschweren Depressionen ist der Placebo-Effekt relativ hoch, bei schweren Depressionen ist er geringer.
Das Besondere der neuen Analyse: Die Ärzte hatten auch bislang unveröffentlichte Studiendaten berücksichtigt - oft aus Studien, in denen die Arzneien wenig vorteilhaft abschnitten. Insgesamt ergab sich dennoch ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Verum und Placebo von 1,8 Punkten auf der Hamilton-Depressionsskala. ...
Dienstag, 15.4.2008, 19:10:07 Uhr
Fragebogen fürs Wartezimmer entwickelt / Beantwortung dauert zehn Minuten / Jeder fünfte Patient hatte eine ausgeprägte Depression
HEIDELBERG (mut). Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine schlechte Prognose, wenn sie zudem depressiv sind. Bei diesen Patienten sind eine frühe Diagnose und eine antidepressive Therapie sehr wichtig. Heidelberger Ärzte empfehlen zur Diagnose einen Fragebogen, den die Patienten bequem im Wartezimmer ausfüllen können.
Sind Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zugleich depressiv, sterben sie deutlich früher an ihrer Herzerkrankung als Patienten ohne Depression. So starben in einer Studie mit über 1000 Herzinsuffizienz-Patienten innerhalb von sechs Monaten ein Drittel mehr, wenn zugleich eine Depression bestand. Bei einer schweren Depression war die Sterberate sogar um über 80 Prozent erhöht (Am Heart J 154, 2007, 102).
Eine frühe Diagnose von Depressionen bei Herzinsuffizienz-Patienten kann sich also lohnen. Allerdings ist die Diagnose nicht ganz einfach: Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme sind nicht nur bei Depressionen häufig, sie treten oft auch bei Herzinsuffizienz-Patienten auf.
Die Gefahr besteht, dass Ärzte solche Symptome ausschließlich auf die Herzinsuffizienz zurückführen und eine Depression übersehen, berichtet die Diplom-Psychologin Nicole Holzapfel vom Uniklinikum Heidelberg. Sie rät daher, Herzinsuffizienz-Patienten routinemäßig mit einem Frageborgen auf Depressionen zu überprüfen. Einfach sei dies mit dem Depressions-Modul des "Patient Health Questionnaire" (PHQ). ...
Dienstag, 15.4.2008, 19:09:15 Uhr
PERTH (mut). Männer mit niedrigen Testosteronwerten haben offenbar vermehrt Depressionen. Darauf deutet eine Analyse bei knapp 4000 Männern im Alter von 70 bis 90 Jahren. Von ihnen hatten fünf Prozent Depressionen.
Bei den Depressiven waren die Testosteronwerte im Schnitt deutlich niedriger als bei den nicht Depressiven (Arch Gen Psych 65, 2008, 283). So hatten 41 Prozent der nicht Depressiven Werte über dem kritischen Bereich von 8 ng/dl, aber nur knapp 30 Prozent der Depressiven.
Einen deutlichen Testosteronmangel mit Werten unter 6 ng/dl hatten 19 Prozent der nicht Depressiven, aber 35 Prozent der Depressiven. In Studien soll nun geklärt werden, ob bei diesen Männern ein Hormonersatz die Stimmung bessert.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:08:17 Uhr
FRANKFURT AM MAIN (ner). Schmerzsyndrome und Schlafstörungen beeinflussen sich gegenseitig. So treten bei drei von vier Schmerzpatienten Schlafstörungen auf. Umgekehrt werde das Schmerzempfinden bei gestörtem Schlaf verstärkt und die Vulnerabilität für psychische Krankheiten erhöht, berichten Psychiater.
21 Prozent der chronisch Schmerzkranken haben affektive Störungen wie Depressionen oder Dysthymien und 35 Prozent haben Angststörungen, sagt Professor Hans-Peter Volz aus Werneck. Damit kommen psychische Störungen bei Schmerzpatienten doppelt so häufig vor wie in der Allgemeinbevölkerung.
Aus dem Bundesgesundheitssurvey geht nach Angaben von Volz hervor, dass Angststörungen um so häufiger auftreten, je stärker die Schmerzsymptomatik ist. Auch umgekehrt gelte der Zusammenhang, sagte er bei einer von Pfizer unterstützten Veranstaltung beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am Main. Es komme also darauf an, bei Schmerzpatienten komorbide psychiatrische Störungen nicht zu übersehen. Allgemeinmediziner und Nervenärzte sollten nicht vergessen, bei depressiven Patienten oder bei Klagen über Schlafstörungen gezielt nach Schmerzsyndromen zu fragen. Kombitherapie gegen Schmerz und psychische Störungen
Grund für die Komorbiditäten ist nach Angaben des Regensburger Schlafforschers Professor Göran Hajak, dass die Störungen großenteils über gemeinsame neuronale Verbindungen, etwa im aminergen Neurotransmittersystem, gesteuert werden. ...
Dienstag, 4.3.2008, 14:56:50 Uhr
Dass man Depressionen nicht nur mit Chemie und Psychotherapie behandeln kann, ist wohl inzwischen bekannt. Gerade in der Kräuter-Medizin ist ja bekannt, daß Johanniskraut bei leichten bis schweren Depressionen helfen kann.
Ich bin nun vor Kurzem auf eine interessante Homöopathie-Seite gelangt, auf der ebenfalls Mittel zu finden sind, die bei einer Therapie bei Depressionen unterstützend angewendet werden können.
Wer mehr wissen will, die Homepage ist hier: Homöopathie
Sonntag, 20.1.2008, 00:04:29 Uhr
Eine Frau sitzt auf einer Bank in der Sonne. Es ist ein schöner Tag, der die Lebensfreude weckt. Dennoch kann sie sich nicht freuen, weil sie unfähig ist, etwas zu genießen. Sie leidet an einer Depression.
Diese Szene beschreibt Professor Dr. Manfred Wolfersdorf, der ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses in Bayreuth und einer der führenden Depressionsforscher in Deutschland, in seinem jüngsten Buch. Depression ist eine der häufigsten und wichtigsten Krankheiten weltweit. Bis zu 37 Prozent aller Erwachsenen, so schätzt man, litten einmal in ihrem Leben an einer Depression. Die Krankheit gehört zu den schwersten und gefährlichsten überhaupt, weil viele Betroffene keinen anderen Ausweg sehen, als sich umzubringen. Etwa 11 000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland durch eigene Hand, die meisten waren depressiv.
Unsicheres Selbstbild
Es kann jeden treffen: Ob Arzt oder Hilfsarbeiter, ob jung oder alt. „Wir leben in einer depressionsfördernden Gesellschaft“, sagt Wolfersdorf, „weil das Selbstwertgefühl eines Menschen ganz eng an die Leistungsfähigkeit gekoppelt ist. Man ist nur geliebt, geschätzt und anerkannt, wenn man ständig etwas leistet.“
Besonders gefährdet sind Menschen, die ein unsicheres Selbstbild haben. Kommt dann noch ein Auslöser dazu wie fehlende Wertschätzung, eine massive Kränkung oder eine körperliche Erkrankung, dann stehen sie unter Stress. Als Folge gerät der Stoffwechsel im Gehirn durcheinander. Die genauen Auslöser sind unbekannt, doch weiß man, dass Erbanlagen und Umwelteinflüsse zusammenspielen. ...
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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