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Thema Depressionen News Dienstag, 15.4.2008, 19:33:03 Uhr
Venlafaxin reduziert Rezidivrisiko / Eine Langzeittherapie wird ab der zweiten Episode empfohlen
HAMBURG (nke). Mit jedem Rückfall nach einer depressiven Episode wird ein weiteres Rezidiv wahrscheinlicher. Spezialisten empfehlen daher bereits nach der zweiten oder spätestens nach der dritten depressiven Episode eine Dauertherapie mit Antidepressiva. Mit dem Wirkstoff Venlafaxin lässt sich das Rückfallrisiko deutlich reduzieren. Eine depressive Verstimmung hat wohl jeder mal. Bei einer manifesten Depression mit Rezidivepisoden ist aber ärztliches Handeln nötig. Foto: ABDA
Das belegt die mehrjährige Studie PREVENT:
Nach dem ersten Jahr kam es bei nur 23 Prozent der 129 mit Venlafaxin (Trevilor® retard) behandelten Patienten zu einem Rückfall. Von den 129 mit Placebo behandelten Patienten hatten 42 Prozent ein Rezidiv, so Dr. Gerhard Roth aus Ostfildern.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:32:06 Uhr
Ein in Leipzig gestartetes Projekt soll helfen / Bundesweite Erprobung mit Aufklärung in Schulklassen
KASSEL (dpa). Als Kathrin, wie sie selbst sagt, "verrückt wurde", spürte sie erst gar nichts. Wie hinter einer Glasscheibe fühlte sich die Schülerin, abgeschnitten, unverstanden. Als der Druck dann in Aggressionen gegen sie selbst umschlug, schien wieder keiner hinzusehen. Was folgte, war fast eine Psychiatriekarriere. Kein Einzelfall: Psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen treten nach Ansicht von Experten immer häufiger auf. Mit dem Projekt "Verrückt? Na und!" wollen Psychologen gegensteuern.
Der ärztliche Direktor der Kasseler Klinik für Kinderpsychiatrie und -psychotherapie, Dr. Günter Paul, betont, dass die Zahl der psychisch kranken Schüler in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent gestiegen sei. "Damit leiden die Schüler inzwischen öfter an psychischen Störungen als an Infektionskrankheiten."
Kathrin ist heute 33 Jahre alt. Aus der labilen Schülerin ist eine Frau geworden, die ihre Probleme im Griff hat - dank Hilfe. "Man muss zwar das meiste selbst machen, aber ohne Hilfe geht es nicht", sagt sie. Deshalb arbeitet sie beim Projekt "Verrückt? Na und!" mit. In Leipzig ersonnen, wird es derzeit bundesweit erprobt. Zwei Mitarbeiter des Vereins "Irrsinnig menschlich" beispielsweise gehen in Schulklassen: ein Psychologe und ein früherer Patient. Wer wer ist, erfahren die Schüler erst später - um Vorurteilen vorzubeugen.
"Verrückte gibt’s hier nicht!" ...
Dienstag, 15.4.2008, 19:30:57 Uhr
ROCKVILLE (eb). Sieben Prozent der US-Angestellten haben Depressionen. Die Rate ist in der Kinder- und Altenbetreuung mit elf Prozent am höchsten.
Die zweithöchste Rate weisen Angestellte in der Gastronomie auf. Bei Sozialarbeitern und Angehörigen der Gesundheitsberufe liegt die Rate bei zehn Prozent, am geringsten ist sie mit vier Prozent bei Ingenieuren und Architekten. Doch noch depressiver macht es, keinen Job zu haben: Bei Arbeitslosen liegt die Rate Depressiver bei 13 Prozent, so die US-Behörde für Gesundheitsservice.
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/
Dienstag, 15.4.2008, 19:30:20 Uhr
Bupropion ähnlich wirksam wie SSRI / Neu in Deutschland, aber weltweit Erfahrungen
BERLIN (mut). Seit diesem Jahr ist Bupropion auch in Deutschland als Antidepressivum verfügbar. In Studien hat sich das Medikament als ähnlich wirksam erwiesen wie moderne Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). Im Gegensatz zu vielen anderen Antidepressiva kommt es mit der Substanz jedoch nicht zu einer vermehrten Beeinträchtigung der sexuellen Funktion oder zur Sedierung.
Mit Bupropion (Elontril®) gibt es seit dem Frühjahr auch in Deutschland ein Antidepressivum, das spezifisch nicht nur die Noradrenalin-, sondern auch die Dopamin-Wiederaufnahme hemmt. Das Medikament ist besonders für Patienten mit Antriebsschwäche und Adynamie, Müdigkeit und Freudlosigkeit geeignet - also Symptomen, die mit vor allem mit einem Dopamin- und Noradrenalin-Mangel einhergehen. Darauf hat Professor Göran Hajak vom Bezirksklinikum Regensburg hingewiesen. Bupropion ist in Deutschland zwar als Antidepressivum neu, als Zyban® ist es jedoch schon länger zur Raucher-Entwöhnung verfügbar.
Erfahrungen mit Bupropion als Antidepressivum gibt es lange
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Dienstag, 15.4.2008, 19:29:05 Uhr
BERLIN (ugr). Das Wissen in der Bevölkerung über psychische Erkrankungen wie Depressionen und Schizophrenie hat in den vergangenen Jahren zwar deutlich zugenommen. Auch werden psychische Erkrankungen nicht mehr so negativ bewertet wie noch vor 20 Jahren. Doch die Einstellung zu den Patienten bleibt von Skepsis geprägt.
"Der Wunsch, sich von psychisch Kranken zu distanzieren, hat sogar deutlich zugenommen", sagte Professor Matthias Angermeyer aus Leipzig bei einem Symposium des Unternehmens Lundbeck.
Angermeyer hat Repräsentativerhebungen seit Anfang der 90er Jahre zu Einstellungen Erwachsener in Deutschland ausgewertet und folgende Trends festgestellt: Depressionen und Schizophrenien werden heute häufiger als solche erkannt, die Psychopharmaka-Therapie stößt auf weniger Ablehnung und die Beliebtheit der Psychotherapie hat noch zugenommen. Zugleich habe damit aber nicht automatisch das Verständnis für die Patienten zugenommen, so Angermeyer.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:28:11 Uhr
MÜNCHEN (sto). Die Ausgaben für die psychotherapeutische Versorgung von Patienten mit depressiven Störungen haben sich in zehn Jahren von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 1994 auf 4,1 Milliarden Euro in 2004 erhöht.
Das seien inzwischen etwa 1,8 Prozent der Gesundheitsausgaben, sagte Professor Hans Joachim Salize vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, bei einer gemeinsamen Fachtagung des BKK Landesverbandes Bayern und der Gmünder Ersatzkasse (GEK) in München.
Etwa die Hälfte der Kosten für die Behandlung von Patienten mit depressiven Störungen entfallen auf die stationäre Versorgung. Weitere hohe volkswirtschaftliche Kosten entstehen durch Arbeitsunfähigkeit, Invalidität und Mortalität, sagte Salize. In der ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung liegen die Kosten eines an Depression Erkrankten bei jährlich etwa 4715 Euro, berichtete Salize über die Ergebnisse einer eigenen Untersuchung auf der Grundlage von Daten einer großen Regionalkasse. Davon entfallen 2541 Euro auf die depressionsspezifische Behandlung und 2174 Euro auf somatische Komorbiditäten.
Nach Schätzungen von Fachleuten werden in Deutschland etwa 50 Prozent der an einer Depression Erkrankten nicht behandelt, erklärte Salize. Würden auch diese Menschen behandelt, sei mit einem weiteren Anstieg der Behandlungskosten zu rechnen.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:27:27 Uhr
BERLIN (gvg). Rückenschmerz-Patienten mit neuropathischer Schmerzkomponente haben vermehrt Schlafstörungen, Angsterkrankungen und Depressionen. Sie benötigen daher oft auch eine Therapie aufgrund psychischer Störungen. Ein spezieller Fragebogen hilft, solche Patienten zu erkennen.
Das ergab die Auswertung von über 13 300 Datensätzen von Patienten mit chronischen Schmerzen. Die Daten wurden mit dem painDETECT-Fragebogen in Praxen und Schmerzambulanzen erhoben. Darauf hat Professor Rainer Freynhagen von der Universität Düsseldorf auf einem von Pfizer unterstützten Symposium in Berlin hingewiesen. Etwa 60 Prozent der Patienten hatten chronische Rückenschmerzen, so Freynhagen. Bei etwa jedem dritten Patienten habe es starke Hinweise auf eine neuropathische Schmerzkomponente gegeben.
Freynhagen und seine Kollegen haben nun Rückenschmerz-Patienten mit und ohne neuropathische Schmerzkomponente verglichen. "Es zeigte sich, dass bei sieben von zehn Patienten mit neuropathischen Schmerzen in einem Standard-Fragebogen Hinweise auf eine ausgeprägte Depression gefunden wurden, aber nur bei etwa 30 Prozent der Patienten ohne neuropathische Komponente", so Freynhagen. Bei Panikstörungen war es ähnlich: 17 Prozent der Patienten mit, aber nur vier Prozent ohne neuropathische Schmerzen hatten Panikattacken. Auch Schlaf und Funktionsfähigkeit im Alltag waren bei neuropathischen Schmerzen deutlich schlechter.
Ob neuropathische Schmerzen vorliegen, sei nicht nur für die Schmerztherapie relevant. Bei den Betroffenen müsse auch geschaut werden, ob eine Therapie aufgrund von psychischen Begleiterkrankungen nötig ist, sagte Freynhagen.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:26:48 Uhr
Demenz oder Depression? Gründliche Anamnese sorgt bei alten Menschen mit Gedächtnisproblemen für Klarheit
ESSLINGEN (hbr). Bei älteren Patienten ist es oft nicht einfach, eine beginnende Demenz von einer Depression zu unterscheiden - Gedächtnisstörungen treten bei beiden Krankheiten auf. Doch Depressive klagen eher darüber, dagegen bagatellisieren Demenzkranke ihre Probleme. Depressiven geht es abends oft besser, Demenzkranke wirken dann eher noch verwirrter.
Erste diagnostische Hinweise auf eine Depression kann ein kurzer Test liefern: Der Patient wird gefragt, ob er sich im letzten Monat oft niedergeschlagen, traurig oder hoffnungslos gefühlt hat. Außerdem soll er sagen, ob er in dieser Zeit deutlich weniger Lust und Freude an Dingen hatte, die er sonst gerne macht. "Wenn er beide Fragen bejaht, sollte man sich genauer mit ihm befassen", so Professor Wilhelm Niebling von der Universität Freiburg.
Die Diagnose kann bei älteren Patienten aber erschwert sein: Sie wollen oft nicht wahrhaben, dass sie depressiv sind, sagte Niebling bei einem Kongress in Esslingen: "Sie kommen eher mit somatischen Beschwerden in die Praxis, als ungefragt ihre Probleme zu schildern." Zudem können Altersbeschwerden die Symptome kaschieren.
Andere Ursachen müssen also ausgeschlossen werden. Etwa neurologische Krankheiten wie Parkinson. Endokrine Probleme wie eine Schilddrüsen-Unterfunktion können ebenfalls Antriebsmangel oder depressive Verstimmungen bewirken. Oft treten Depressionen auch nach einem Schlaganfall auf. ...
Dienstag, 15.4.2008, 19:26:03 Uhr
Von Nicola Siegmund-Schultze
Eine lebensbedrohliche Diagnose, eine Op mit sichtbaren Körperschäden, Schmerzen und unerwünschte Folgen von Radio- und Chemotherapie: kein Wunder, dass fast jeder zweite Krebspatient auch Depressionen hat. Die besondere Gefahr: Depressionen reduzieren die Chancen für eine erfolgreiche Krebstherapie.
Nach Studiendaten haben bis zu 46 Prozent der Tumorpatienten auch Depressionen, berichtet Privatdozent Martin Schäfer von den Kliniken Essen-Mitte (Der Onkologe 7, 2007, 632). Und das ist für die Krebstherapie nicht gerade günstig: "Aus Studien ergeben sich Hinweise darauf, dass Depressionen den Erfolg der Tumor-Therapie beeinträchtigen und die Überlebensrate reduzieren", stellt Schäfer fest. So hatte zum Beispiel die retrospektive Analyse von 10 025 Patienten eines US-Surveys ergeben: Die Acht-Jahres-Sterberate von Patienten mit einem Malignom plus Depression liegt um 44 Prozent höher als bei Krebskranken, die nicht depressiv waren (Gen Hosp Psychiatry 5, 2006, 396). In einer anderen Studie fand sich eine dreifach höhere EinJahres-Sterberate für Patienten mit hämatologischen Tumoren und Depressionen als mit ähnlicher somatischer Krankheit ohne Depression.
Schäfer hält es daher für möglich, dass eine antidepressive Therapie die Mortalität bei Krebskranken senken könnte. Belegt ist dies bislang allerdings nicht eindeutig. Erste, aufsehenerregende Daten hatte im Jahr 1989 der Psychiater Professor David Spiegel aus Stanford vorgestellt. Eine psychoonkologische Gruppentherapie habe die Überlebenszeit bei Mammakarzinom im Schnitt auf 36 Monate erhöht und damit fast verdoppelt, berichtete Spiegel damals. Ergebnisse von Folgeuntersuchungen mit ähnlicher Fragestellung waren allerdings widersprüchlich. Eine erfolgreiche antidepressive Therapie hilft jedoch, Schmerzen und Angstzustände zu vermindern und die Krankheit besser zu bewältigen.
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Dienstag, 15.4.2008, 19:25:17 Uhr
Umfrage bei 250 Patienten und 500 Hausärzten
PARIS (ner). Depressive Patienten sollten wissen, dass körperliche Symptome wie Schmerzen oft Zeichen einer psychischen Erkrankung sind. Dieses Wissen kann den Therapieerfolg verbessern.
"Schmerzen vermindern die Heilungschance bei depressiven Patienten", sagte Dr. Barry Cole von der American Society of Pain Educators. Viele depressive Patienten stellen sich beim Hausarzt zunächst mit Schmerzen vor, der Zusammenhang zu einer Depression werde zunächst häufig übersehen. Dabei sei die Dysregulation der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin sowohl mit der Entstehung von Depressionen verknüpft als auch mit der von Schmerzen. Denn das körpereigene System der endogenen Schmerzhemmung wird maßgeblich über die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin vermittelt, sagte Cole bei einer Veranstaltung der World Organisation of Family Doctors (WONCA) sowie der World Federation for Mental Health (WFMH) in Paris.
Nach Angaben der beiden Organisationen schildern zwei Drittel der Patienten mit Depressionen auch körperliche Beschwerden, zum Beispiel Schmerzen.
WONCA und WFMH haben mit Unterstützung der Unternehmen Eli Lilly und Boehringer Ingelheim über 250 Erwachsene mit Depressionen sowie mehr als 500 Hausärzte in fünf Ländern zu psychischen Symptomen und körperlichen Beschwerden befragt. Demnach sehen mehr als zwei Drittel der Hausärzte mit Erfahrung in der Depressionstherapie Belege für einen Zusammenhang zwischen Schmerzen und Depressionen. 85 Prozent glauben, dass dieses Wissen die Diagnose erleichtere. 63 Prozent befürchten, bei Patienten, die sich mit Schmerzen in der Praxis vorstellen, eine Depression zu übersehen. Von den befragten Patienten, die den Zusammenhang verstanden hatten, gaben 91 Prozent an, sie hätten sich aufgrund dieses Wissens schneller erholt. Dagegen glauben nur 61 Prozent der Patienten, die den Zusammenhang nicht verstehen, dass die Verbindung körperlicher Symptome mit ihrer Depression Auswirkungen auf die Genesungsgeschwindigkeit habe. ...
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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