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Pferde holen Patienten aus tiefen Depressionen
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Thema Depressionen News


Sonntag, 11.1.2009, 00:16:48 Uhr

Aufklärung verbessert den Therapieerfolg bei Depression


Umfrage bei 250 Patienten und 500 Hausärzten
PARIS (ner). Depressive Patienten sollten wissen, dass körperliche Symptome wie Schmerzen oft Zeichen einer psychischen Erkrankung sind. Dieses Wissen kann den Therapieerfolg verbessern.
"Schmerzen vermindern die Heilungschance bei depressiven Patienten", sagte Dr. Barry Cole von der American Society of Pain Educators. Viele depressive Patienten stellen sich beim Hausarzt zunächst mit Schmerzen vor, der Zusammenhang zu einer Depression werde zunächst häufig übersehen. Dabei sei die Dysregulation der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin sowohl mit der Entstehung von Depressionen verknüpft als auch mit der von Schmerzen. Denn das körpereigene System der endogenen Schmerzhemmung wird maßgeblich über die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin vermittelt, sagte Cole bei einer Veranstaltung der World Organisation of Family Doctors (WONCA) sowie der World Federation for Mental Health (WFMH) in Paris.
Nach Angaben der beiden Organisationen schildern zwei Drittel der Patienten mit Depressionen auch körperliche Beschwerden, zum Beispiel Schmerzen.
WONCA und WFMH haben mit Unterstützung der Unternehmen Eli Lilly und Boehringer Ingelheim über 250 Erwachsene mit Depressionen sowie mehr als 500 Hausärzte in fünf Ländern zu psychischen Symptomen und körperlichen Beschwerden befragt. Demnach sehen mehr als zwei Drittel der Hausärzte mit Erfahrung in der Depressionstherapie Belege für einen Zusammenhang zwischen Schmerzen und Depressionen. 85 Prozent glauben, dass dieses Wissen die Diagnose erleichtere. 63 Prozent befürchten, bei Patienten, die sich mit Schmerzen in der Praxis vorstellen, eine Depression zu übersehen. Von den befragten Patienten, die den Zusammenhang verstanden hatten, gaben 91 Prozent an, sie hätten sich aufgrund dieses Wissens schneller erholt. Dagegen glauben nur 61 Prozent der Patienten, die den Zusammenhang nicht verstehen, dass die Verbindung körperlicher Symptome mit ihrer Depression Auswirkungen auf die Genesungsgeschwindigkeit habe.



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Samstag, 10.1.2009, 00:06:19 Uhr

Therapie gegen Depressionen lässt Diabetiker länger leben


Arznei- plus Psychotherapie reduziert Sterberate in fünf Jahren um die Hälfte
PHILADELPHIA (mut). Bei Diabetikern lohnt sich nicht nur der Blick auf den HbA1c-Wert, sondern auch einer auf die Stimmung. Denn mit einer antidepressiven Therapie können Ärzte das Leben von depressiven Diabetikern deutlich verlängern.
Depressionen und Diabetes - diese beiden Krankheiten treten häufig zusammen auf. So kommen Depressionen bei Diabetikern etwa doppelt so oft vor wie in der übrigen Bevölkerung: Nach Schätzungen hat jeder fünfte bis jeder dritte Diabetiker in Deutschland eine Depression. Und depressive Diabetiker sterben besonders früh. Eine Therapie gegen Depressionen ist daher ebenso wichtig wie die antidiabetische Behandlung, berichten Ärzte aus Philadelphia in den USA.
Sie kommen zu diesem Schluss aufgrund einer Studie mit 584 Depressiven, die zu Studienbeginn alle älter als 60 Jahre waren. Von ihnen hatte etwa ein Fünftel Diabetes. Ein Teil der Depressiven erhielt eine antidepressive Therapie (Arznei plus Psychotherapie), die von einem Care-Manager überwacht wurde. Dieser betreute die Patienten intensiv, kontrollierte den Therapie-Erfolg und erkundigte sich nach unerwünschten Wirkungen. Bei den übrigen Patienten wurde den behandelnden Ärzten lediglich die Diagnose Depression mitgeteilt.
Das Ergebnis: Nach im Median 4,3 Jahren waren 29 Prozent der depressiven Diabetiker mit intensiver antidepressiver Therapie gestorben, ohne intensive Betreuung dagegen 45 Prozent. Wurden Faktoren wie Alter und Komorbiditäten berücksichtigt, so war die Sterberate in der Gruppe ohne intensive Therapie sogar doppelt so hoch.
Bei den Depressiven ohne Diabetes gab es zwischen beiden Gruppen kaum einen Unterschied (16 versus 17 Prozent). Die Autoren gehen davon aus, dass die antidepressive Therapie die Compliance für Antidiabetika steigert und somit die Prognose verbessert (Diabetes Care 30, 2007, 2005).



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Freitag, 9.1.2009, 00:23:51 Uhr

Antidepressivum bessert auch den Schlaf


Neuartiger Wirkstoff lindert depressive Symptome und normalisiert den Tiefschlaf / Patienten werden nicht sediert
BERLIN (gvg). Guter Schlaf ist bei Patienten mit Depressionen ein wichtiger Prädiktor für einen anhaltenden Erfolg der antidepressiven Therapie. Mit der Substanz Agomelatin bessert sich der Schlaf - ohne dass die Patienten sediert werden.
Agomelatin ist ein neuartiges Antidepressivum. Es ist einerseits ein Gegenspieler des Serotonins am 5-HT2-Rezeptor. Andererseits hat es Melatonin-artige Eigenschaften am MT1- und MT2-Rezeptor im Nucleus suprachiasmaticus.
Durch die Wirkmechanismen lindert das Medikament depressive Symptome und wirkt günstig auf den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Guter Schlaf fördert bei Depression den Therapieerfolg.
"Ein guter Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Remission bei depressiven Patienten", sagte Professor Göran Hajak von der Universität Regensburg auf dem DGPPN in Berlin. Bei gutem Schlaf blieben neun von zehn erfolgreich therapierten Patienten mit Depression über ein Jahr lang in Remission. Bei schlechtem Schlaf seien es dagegen nur drei bis vier von zehn.
"Mit Agomelatin werden bei depressiven Patienten nicht nur die Tiefschlafphasen länger, sondern es normalisiert sich auch das Tiefschlafprofil", sagte Hajak auf der von Servier unterstützten Veranstaltung. Der für Gesunde typische Verlauf mit langen Tiefschlafphasen zu Beginn der Nacht, die zum Morgen hin dann kürzer werden, werde wieder hergestellt. Bei direkter Befragung berichten die Patienten mehrheitlich davon, dass sie leichter einschlafen und dass sich die Schlafqualität bessere.
"Depressive Patienten, die trotz antidepressiver Therapie weiter an Schlafstörungen leiden, sind nicht optimal behandelt", betonte Hajak. Mit Agomelatin könnte demnächst eine Therapie zur Verfügung stehen, die beide Probleme angeht, ohne Sedierung. "Die Substanz ist kein Schlafmittel, sondern ein Schlafinduktor", sagte Hajak. Mit der Zulassung werde noch in diesem Jahr gerechnet.



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Donnerstag, 8.1.2009, 00:25:28 Uhr

Gen beeinflusst antidepressive Behandlung


Steuerung des Transports
MÜNCHEN (dpa). Warum bei Menschen mit einer bestimmten Genvariante Medikamente gegen Depressionen ohne ausreichende Wirkung bleiben, haben Münchner Forscher nachgewiesen. Das sei ein wichtiger Schritt zu einer individuellen Therapie, teilt das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München mit.
Eine Voraussetzung für die Wirksamkeit von Psychopharmaka ist, dass sie ins Gehirn gelangen. Institutsdirektor Professor Florian Holsboer hat nachgewiesen, dass der Transport mehrerer Antidepressiva in das Gehirn genetisch programmiert ist. Untersucht wurde das ABCB-1-Gen, das für die Zutrittskontrolle von Medikamenten ins Gehirn von besonderer Bedeutung ist.
Transportermoleküle steuern den Zutritt oder auch Rücktransport von Substanzen. Das ABCB-1- Gen enthält den Bauplan für solch ein Transportmolekül, das P-Glykoprotein, das aktiv Substanzen aus dem Gehirn ins Blut zurück pumpt. Die Auswirkung des von Mensch zu Mensch leicht unterschiedlichen ABCB-1-Gens untersuchten die Forscher bei 443 Patienten.
Menschen mit einer Genvariante hatten eine 2,5-fach höhere Wahrscheinlichkeit, nach vier- bis sechswöchiger Therapie mit vom P-Glykoprotein transportierten Antidepressiva gesund zu sein. Die Studie wird im Wissenschaftsmagazin "Neuron" veröffentlicht.



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Mittwoch, 7.1.2009, 00:12:21 Uhr

Suizide


Über 90 Prozent aller Suizide werden nach Angaben der EAAD von psychisch Erkrankten begangen, die meisten davon aufgrund einer Depression. Häufigste Suizidmethoden sind Erschießen, Erhängen, Erdrosseln, Ertrinken, Überrollen und Sprung aus der Höhe. Bei den Suizidversuchen stehen mit Abstand die Medikamenten-Überdosierung an der Spitze. In der Europäischen Union nehmen sich jedes Jahr mehr als 58 000 Menschen das Leben, knapp 10 000 sind es in Deutschland, davon etwa zwei Drittel Männer. Suizid ist europaweit die zweithäufigste Todesursache bei jungen Männern und die dritthäufigste bei jungen Frauen. Etwa 14 Prozent aller Suizide werden im Alter zwischen 15 und 24 Jahren begangen. EAAD-Schätzungen zufolge fallen bei jungen Menschen auf einen Suizid 20 bis 30 Suizidversuche.



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Dienstag, 6.1.2009, 00:06:45 Uhr

Britische Ärzte: Sport statt Anti-Depressiva


LONDON (ast). Jeder fünfte britische Hausarzt verschreibt Patienten, die unter leichten Depressionen leiden, lieber sportliche Betätigung anstatt Antidepressiva. Das geht aus aktuellen Zahlen des Londoner Gesundheitsministeriums hervor.
Demnach hat sich die Zahl der Ärzte, die Patienten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS Sport verordnen, in den vergangenen drei Jahren mehr als vervierfacht. Die Kosten für die Sporttherapie werden indes nicht immer auch von der lokalen NHS-Verwaltung übernommen.
Das kritisieren Patientenverbände. "Die positiven therapeutischen Wirkungen von Sport gerade bei leichten Depressionen sind erwiesen", so ein Sprecher der Mental Health Foundation (MHF) in London. Die MHF verlangt die Kostenübernahme der Bewegungstherapie für alle NHS-Patienten. Das spare jährlich Arzneiausgaben in Millionenhöhe. Britische Hausärzte haben sich dieser Forderung angeschlossen.



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Montag, 5.1.2009, 00:04:10 Uhr

Jetzt rasch erkennbar: Depression bei Herzschwäche


Fragebogen fürs Wartezimmer entwickelt / Beantwortung dauert zehn Minuten / Jeder fünfte Patient hatte eine ausgeprägte Depression
HEIDELBERG (mut). Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine schlechte Prognose, wenn sie zudem depressiv sind. Bei diesen Patienten sind eine frühe Diagnose und eine antidepressive Therapie sehr wichtig. Heidelberger Ärzte empfehlen zur Diagnose einen Fragebogen, den die Patienten bequem im Wartezimmer ausfüllen können.
Sind Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zugleich depressiv, sterben sie deutlich früher an ihrer Herzerkrankung als Patienten ohne Depression. So starben in einer Studie mit über 1000 Herzinsuffizienz-Patienten innerhalb von sechs Monaten ein Drittel mehr, wenn zugleich eine Depression bestand. Bei einer schweren Depression war die Sterberate sogar um über 80 Prozent erhöht (Am Heart J 154, 2007, 102).
Eine frühe Diagnose von Depressionen bei Herzinsuffizienz-Patienten kann sich also lohnen. Allerdings ist die Diagnose nicht ganz einfach: Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme sind nicht nur bei Depressionen häufig, sie treten oft auch bei Herzinsuffizienz-Patienten auf.
Die Gefahr besteht, dass Ärzte solche Symptome ausschließlich auf die Herzinsuffizienz zurückführen und eine Depression übersehen, berichtet die Diplom-Psychologin Nicole Holzapfel vom Uniklinikum Heidelberg. Sie rät daher, Herzinsuffizienz-Patienten routinemäßig mit einem Frageborgen auf Depressionen zu überprüfen. Einfach sei dies mit dem Depressions-Modul des "Patient Health Questionnaire" (PHQ).
Dieser besteht aus neun Fragen mit maximal 27 Punkten (schwere Depression) und lässt sich von den Patienten in zehn Minuten im Wartezimmer ausfüllen. Zusammen mit Ärzten des Klinikums hat Holzapfel den Fragebogen bei 320 Herzinsuffizienz-Patienten geprüft (Psychosomatics 48, 2007, 112). Das Ergebnis: 29 Prozent der Patienten hatten depressive Symptome (mindestens 9 Punkte im Fragebogen), 19 Prozent hatten eine ausgeprägte Depression (mindestens 11 Punkte) und 13 Prozent hatten Suizidgedanken.
Den Patienten mit einem Punktwert ab 9 wurde eine antidepressive Therapie angeboten. Etwa ein Drittel willigte sofort ein, ein weiteres Drittel war für eine Therapie bereit, sollten sich die Symptome verschlechtern, und etwa ein Drittel lehnte antidepressive Therapie ab.



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Sonntag, 4.1.2009, 00:00:39 Uhr

Psychotherapie plus Arznei für Jugendliche mit Depression


PITTSBURGH (mut). Bei Jugendlichen mit Depressionen sollte eine Verhaltenstherapie nicht fehlen: In Kombination mit einer Arznei sorgt sie für höhere Remissionsraten als die Medikamenten-Therapie allein, bestätigt eine neue Studie.
Ein Antidepressivum ist schnell verschrieben, für eine Verhaltenstherapie ist deutlich mehr Aufwand nötig. Das ist ein Grund, weshalb Jugendliche - zumindest in den USA - bei Depression häufig nur eine Arzneitherapie bekommen.
In Deutschland sind Ärzte meist zurückhaltender mit Antidepressiva. Denn nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie soll nur bei erfolgloser Psychotherapie oder schweren Depressionen medikamentös behandelt werden - auch dann stets in Kombination mit Psychotherapie.
Dass es so wirklich den größten Erfolg gibt, bestätigt jetzt eine US-Studie mit 334 Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die auf eine achtwöchige Therapie mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) nicht angesprochen hatten (JAMA 299, 2008, 901).
Die Teilnehmer wurden für die weitere Therapie in vier Gruppen eingeteilt: Sie erhielten entweder einen anderen SSRI oder Venlafaxin, also ein Medikament aus einer anderen Wirkstoffklasse. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt zusätzlich eine kognitive Verhaltenstherapie, die andere nur Arzneien.
Die Ergebnisse nach zwölf Wochen: Die Ansprechrate lag mit reiner Arzneitherapie bei 41 Prozent, mit der Kombi aus Arznei- und Verhaltenstherapie bei 54 Prozent. Als Ansprechen wurde eine Reduktion des Wertes um 50 Prozent auf einer Kinder-Depressionsskala definiert. Keinen Unterschied machte es dagegen, ob auf einen anderen SSRI oder auf Venlafaxin umgestellt wurden.



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Samstag, 3.1.2009, 17:52:30 Uhr

Schmerzkranke haben oft Angst und Depressionen


FRANKFURT AM MAIN (ner). Schmerzsyndrome und Schlafstörungen beeinflussen sich gegenseitig. So treten bei drei von vier Schmerzpatienten Schlafstörungen auf. Umgekehrt werde das Schmerzempfinden bei gestörtem Schlaf verstärkt und die Vulnerabilität für psychische Krankheiten erhöht, berichten Psychiater.
21 Prozent der chronisch Schmerzkranken haben affektive Störungen wie Depressionen oder Dysthymien und 35 Prozent haben Angststörungen, sagt Professor Hans-Peter Volz aus Werneck. Damit kommen psychische Störungen bei Schmerzpatienten doppelt so häufig vor wie in der Allgemeinbevölkerung.
Aus dem Bundesgesundheitssurvey geht nach Angaben von Volz hervor, dass Angststörungen um so häufiger auftreten, je stärker die Schmerzsymptomatik ist. Auch umgekehrt gelte der Zusammenhang, sagte er bei einer von Pfizer unterstützten Veranstaltung beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am Main. Es komme also darauf an, bei Schmerzpatienten komorbide psychiatrische Störungen nicht zu übersehen. Allgemeinmediziner und Nervenärzte sollten nicht vergessen, bei depressiven Patienten oder bei Klagen über Schlafstörungen gezielt nach Schmerzsyndromen zu fragen.
Kombitherapie gegen Schmerz und psychische Störungen
Grund für die Komorbiditäten ist nach Angaben des Regensburger Schlafforschers Professor Göran Hajak, dass die Störungen großenteils über gemeinsame neuronale Verbindungen, etwa im aminergen Neurotransmittersystem, gesteuert werden.
Praktische Konsequenz aus den gehäuft gemeinsam auftretenden Störungen sind Kombinationstherapien mit Analgetika, Hypnotika, Psychopharmaka in Verbindung mit psychotherapeutischen Angeboten. Die medikamentösen Optionen sollten möglichst sowohl die Angststörung als auch die Schmerzen günstig beeinflussen, so Volz. Diese Bedingung erfülle von allen Medikamenten, die derzeit für die generalisierte Angststörung zugelassen sind, ausschließlich Pregabalin (Lyrica®).
Zudem würden wegen der vielseitigen Wirkmechanismen auch Schlaf und Stimmung positiv beeinflusst. Pregabalin moduliert den Kalziumeinstrom in die Nervenzellen. Dadurch werden bei neuronalen Übererregungszuständen, wie sie etwa bei neuropathischen Schmerzen vorkommen, vermindert exzitatorische Transmitter wie Glutamat ausgeschüttet. Pregabalin ist bei peripheren und zentral bedingten neuropathischen Schmerzen zugelassen.



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Samstag, 3.1.2009, 17:01:44 Uhr

Bestätigt: Johanniskraut lindert Depressionen


Hypericum bei Major Depression ähnlich gut wirksam wie synthetische Arzneien / Neuer Cochrane-Review
MÜNCHEN (mut). Auch bei ausgeprägten Depressionen ist eine Therapie mit Johanniskraut ähnlich gut wirksam wie synthetische Arzneien. Das bestätigt jetzt ein neuer Cochrane Review.

Johanniskraut zählt zu den beliebtesten Phytopharmaka.
Ein Team um Privatdozent Klaus Linde von der TU München hat für den Review 29 Studien mit knapp 5500 Patienten ausgewertet. Nachdem es beim letzten Cochrane-Bericht zu Johanniskraut Kritik gab, weil auch Studien mit nur leicht depressiven Patienten berücksichtigt wurden, wurden dieses Mal nur Studien eingeschlossen, bei denen nach DMS-IV- oder ICD-10-Kriterien eine Major Depression vorlag.

Die Patienten hatten als mindestens zwei Wochen lang Symptome, die sie im Alltag beeinträchtigten, im Schnitt hatten sie eine moderate Depression. In 18 der Studien wurden Johanniskraut-Präparate (meist 900 mg/d) gegen Placebo verglichen. Insgesamt waren die Ansprechraten mit Johanniskraut knapp 50 Prozent höher als mit Placebo. Jedoch war der Effekt stark von Studiengröße und -qualität abhängig. In neun großen Studien war die Ansprechrate mit dem Pharmakon um 28 Prozent, in neun kleineren Studien um 87 Prozent höher als mit Placebo.

Praktisch keine Unterschiede bei den Ansprechraten gab es dagegen in 17 der Studien mit einem Vergleich von Johanniskraut und synthetischen Arzneien. Dabei war das Phytopharmakon verträglicher. Die Abbrechraten waren nur ein Viertel so hoch wie mit trizyklischen Antidepressiva und nur etwa halb so hoch wie mit SSRI.
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Zu früh gefreut

Mal wieder was von mir:

Ältere Mütter haben häufiger Psychosen

Depression ist „der unsichtbare Feind“ der Europäer

Statusbericht für heute

Promethazin - Die Bremse für das Kopfkarussell

Australien-Star spricht über seine Depressionen

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Depressionen



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Hochbegabte sind oftmals schlau, selbstgenügsam und - isoliert
Manisch-Depressive leben gefährlich
Angehörige von Depressiven leiden auch - ich merk's
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Von: Krank
Kommentar:
Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar:
Lieber Karl...

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Von: Tom L.
Kommentar:
Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar:
Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.

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Von: ElliVanelli
Kommentar:
Hallo Karl

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