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Montag, 26.1.2009, 10:40:30 Uhr
| | Schizophrenie und bipolare Störung: Zwei Krankheiten, eine Wurzel |
Menschen, die unter Schizophrenie oder einer bipolaren Störung leiden (auch manische Depression genannt), haben häufig ähnliche Symptome. Sie leiden beispielsweise unter Psychosen, also zeitweiligen Störungen des Realitätsbezugs. Außerdem sprechen beide Störungen teilweise auf die gleichen Medikamente an. Seit Langem diskutieren Psychiater daher, ob die beiden Erkrankungen auf zusammenhängenden biologischen Mechanismen beruhen.
Forscher vom renommierten Karolinska Institut in Stockholm haben dieses Rätsel nun im Rahmen einer großen Langzeitstudie gelöst und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „The Lancet“ (2009; 373: 234-39) veröffentlicht. Ihr Fazit: Schizophrenie und bipolare Störung haben tatsächlich gemeinsame genetische Wurzeln.
Zu diesem Schluss kam das Team um Paul Lichtenstein und Christina Hultman als es die Daten von neun Millionen Menschen aus zwei Millionen schwedischen Familien auswerteten. Die Studie umfasste einen Zeitraum von drei Jahrzehnten. Unter den Teilnehmern waren fast 36.000 Schizophreniekranke und mehr als 40.000 Menschen mit einer bipolaren Störung.
Menschen mit einem Verwandten ersten Grades, der an Schizophrenie oder unter einer bipolaren Störung litt, trugen nicht nur für diese, sondern gleich für beide psychischen Erkrankungen ein deutlich erhöhtes Risiko im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. Das galt auch für die leiblichen Eltern erkrankter Kinder, die ihre Sprösslinge zur Adoption freigegeben hatten. Aus den Daten schließen die Wissenschaftler außerdem, dass das Risiko für Schizophrenie zu 64 Prozent genetisch bedingt und folglich zu 36 Prozent auf Umwelteinflüsse zurückzuführen ist. Bei manischen Depressionen spielt die Umwelt mit 41 Prozent eine etwas größere Rolle.
Am deutlichsten zeigten sich die gemeinsamen genetischen Wurzeln der beiden Störungen bei eineiigen Zwillingen: Litt ihr Zwilling unter Schizophrenie oder manischen Depressionen verneunfachte sich ihr Risiko an Schizophrenie zu erkranken. Ihr Risiko für manische Depressionen verachtfachte sich. (cf)
http://www.netdoktor.de/News/Schizophrenie-und-bipolare-1130024.html
Thema: Depressionen News
Dieser Beitrag wurde 194 mal gelesen.
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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