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Montag, 5.1.2009, 00:04:10 Uhr

Jetzt rasch erkennbar: Depression bei Herzschwäche


Fragebogen fürs Wartezimmer entwickelt / Beantwortung dauert zehn Minuten / Jeder fünfte Patient hatte eine ausgeprägte Depression
HEIDELBERG (mut). Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine schlechte Prognose, wenn sie zudem depressiv sind. Bei diesen Patienten sind eine frühe Diagnose und eine antidepressive Therapie sehr wichtig. Heidelberger Ärzte empfehlen zur Diagnose einen Fragebogen, den die Patienten bequem im Wartezimmer ausfüllen können.
Sind Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zugleich depressiv, sterben sie deutlich früher an ihrer Herzerkrankung als Patienten ohne Depression. So starben in einer Studie mit über 1000 Herzinsuffizienz-Patienten innerhalb von sechs Monaten ein Drittel mehr, wenn zugleich eine Depression bestand. Bei einer schweren Depression war die Sterberate sogar um über 80 Prozent erhöht (Am Heart J 154, 2007, 102).
Eine frühe Diagnose von Depressionen bei Herzinsuffizienz-Patienten kann sich also lohnen. Allerdings ist die Diagnose nicht ganz einfach: Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme sind nicht nur bei Depressionen häufig, sie treten oft auch bei Herzinsuffizienz-Patienten auf.
Die Gefahr besteht, dass Ärzte solche Symptome ausschließlich auf die Herzinsuffizienz zurückführen und eine Depression übersehen, berichtet die Diplom-Psychologin Nicole Holzapfel vom Uniklinikum Heidelberg. Sie rät daher, Herzinsuffizienz-Patienten routinemäßig mit einem Frageborgen auf Depressionen zu überprüfen. Einfach sei dies mit dem Depressions-Modul des "Patient Health Questionnaire" (PHQ).
Dieser besteht aus neun Fragen mit maximal 27 Punkten (schwere Depression) und lässt sich von den Patienten in zehn Minuten im Wartezimmer ausfüllen. Zusammen mit Ärzten des Klinikums hat Holzapfel den Fragebogen bei 320 Herzinsuffizienz-Patienten geprüft (Psychosomatics 48, 2007, 112). Das Ergebnis: 29 Prozent der Patienten hatten depressive Symptome (mindestens 9 Punkte im Fragebogen), 19 Prozent hatten eine ausgeprägte Depression (mindestens 11 Punkte) und 13 Prozent hatten Suizidgedanken.
Den Patienten mit einem Punktwert ab 9 wurde eine antidepressive Therapie angeboten. Etwa ein Drittel willigte sofort ein, ein weiteres Drittel war für eine Therapie bereit, sollten sich die Symptome verschlechtern, und etwa ein Drittel lehnte antidepressive Therapie ab.


Thema: Depressionen News

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Von: Krank
Kommentar:
Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar:
Lieber Karl...

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Von: Tom L.
Kommentar:
Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar:
Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.

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Von: ElliVanelli
Kommentar:
Hallo Karl

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