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Samstag, 25.10.2008, 23:27:51 Uhr
| | Das sind ja super Aussichten |
Heute ist ja endlich mal Wochenende, so daß ich endlich mal genug Zeit hatte, mit Karl zu reden. Nachdem ich gestern einen Termin mit ihm abgesprochen habe, bin ich heute Nachmittag also zu ihm hin. Auf die paar Flaschen Bier verzichtete ich gleich von vornherein...
Bei Karl sah es etwas unordentlich aus, was ich leider sagen muß. Anscheinend hat er schon seit Tagen nichts mehr im Haushalt gemacht, das Geschirr stapelt sich in der Küche, zudem lag im Bad lauter schmuddelige Wäsche herum, wohl die der ganzen Woche. Aufräumen ist wohl nicht. Und da seine Frau nicht da ist, macht die es natürlich auch nicht mehr. Früher hätte man darüber gewitzelt, so von wegen grüner Witwer oder so, oder sturmfreie Bude, aber in dieser Situation bekommt das Ganze ein ganz anderes Gewicht. Da macht man sich schon so seine Gedanken, wie es mit ihm weitergehen soll.
Er selbst schien mir auch etwas übernächtigt. Er sagt, erkönne nachts kaum mehr schlafen, und da ich jetzt da bin, fiele sein Schlaf jetzt ebenfalls flach. Äh, soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben? Na ich überhöre das einfach mal.
Seine Medikamente bringen übrigens, nach seiner Meinung, immer noch nichts, außer daß er inzwischen ein Kilo zugenommen hat, kaum mehr aus dem Bett komme (tagsüber) und, was ich so noch nicht gelesen oder gehört habe, andauernd Schluckauf hat. Er sagte auch, daß er in dieser Woche wieder ein mal beim Arzt war, zum Einen wegen einer untersuchung, zum Anderen wegen der Krankschreibung bzw. weil er am Montag wieder arbeiten soll. Also so rein Untersuchungstechnisch ist alles im grünen bereich, außer eben der Depri, und das mit der Krankschreibung ließe sich nicht ändern, bzw. Karl müßte eben dann vom Krankengeld leben. Aber eben genau das ginge nicht, sagt Karl. Er hätte noch einen Kredit am Laufen, außerdem kündigte seine Frau schon an, daß sie mach dem Auszug natürlich Unterhalt für seinen Sohn zahlen müsse.
Na Klasse, dachte ich mir, das sind ja super Aussichten...
So, Ist schon spät jetzt, mehr zum Besuch bei Karl gibts morgen hier zu lesen...
Thema: Karls Tagebuch
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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