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Pferde holen Patienten aus tiefen Depressionen
[1 mal gelesen]


Sonntag, 8.2.2009, 05:19:51 Uhr

Australien-Star spricht über seine Depressionen


„Ich habe Schokolade gegessen und Pornos geschaut“
Er spielte gegen die Großen des Fußballs. Hatte alle Chancen auf eine steile Fußball-Karriere. Nun fängt Ljubo Milicevic (27) wieder ganz von vorne an.

Der ehemalige Profi des Schweizer Klubs FC Thun litt monatelang an einer schweren Depression, ging kaum noch vor die Tür. In einem australischen Fußballmagazin gestand er kürzlich: „Ich saß ein halbes Jahr nur auf der Couch, habe Pizza und Schokolade gegessen und Pornos geschaut. Ich wollte mit niemandem reden, nicht mal mit meiner Familie. Damals habe ich ernsthaft daran gedacht, zurückzutreten.“

Was war passiert?
Mit dem FC Thun qualifizierte sich der Innenverteidiger 2005 für die Champions League. Schaffte in der Gruppe mit Arsenal London, Ajax Amsterdam und Sparta Prag den 3. Platz. War somit für die K.o.-Runde des Uefa-Cups im Frühjahr 2006 qualifiziert. Dort scheiterte der Klub allerdings am HSV.

Milicevic (acht Länderspiele für Australien) war danach ein gefragter Mann. Internationale Topklubs wollten ihn verpflichten. Der Rechtsfuß entschied sich jedoch für die Young Boys Bern, wurde von Ex-YB-Trainer Gernot Rohr zum Kapitän ernannt. Innerhalb des Teams genoss er jedoch keinen Respekt, verlor zunehmend die Lust am Fußball. Am Schluss wog er 100 Kilo.

2007 kehrte Milicevic zurück in seine Heimat Australien, heuerte bei Melbourne Victory an. Dort wurde Milicevic Anfang 2008 allerdings wieder vor die Tür gesetzt. Der Vorwurf: zu viele Partys. Auch Drogen soll der Profi konsumiert haben. Milicevic: „Eine Lüge. Ich habe mich bereit erklärt, eine Haarprobe abzugeben. Das wollte der Verein nicht. Das war ein Schlag ins Gesicht.“ Zudem plagte Milicevic eine schwere Knieverletzung.

Milicevic verliert den Boden unter den Füßen.

Fotogalerie Vergrößern Gascoigne & Co.Abgestürzte SportstarsFoto: AP1 von 15Doch der Sohn kroatischer Eltern kommt wieder auf die Beine. Arbeitet zunächst im Garten eines Freundes, wo er am Tag 100 Dollar verdient. Milicevic: „Das hat mir Spaß gemacht, es gab mir eine Beschäftigung.“ Allmählich gewöhnte er sich wieder an einen normalen Tagesablauf.

Auch sportlich geht es wieder aufwärts. Beim australischen Erstligisten Newcastle Jets unterschrieb Milicevic einen Ein-Jahres-Vertrag, speckte 15 Kilo ab. Klub-Boss John Tsatsimas schwärmt in den höchsten Tönen vom Neuzugang: „Mit 27 Jahren kann er in seiner Karriere noch viel erreichen. Wir haben keinen Zweifel, dass Ljubo nach wie vor großartigen Fußball bieten kann. Wir sind stolz, dass er das bei Newcastle unter Beweis stellen wird.“

In die Schweiz will Milicevic nicht mehr zurückkehren. Er sagt: „Ich will andere Länder und Kulturen kennenlernen.“








http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/ international/2009/02/06/ljubo-milicevic/ex-thun-profi-hatte-schwere-depressionen.html


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Von: Krank
Kommentar:
Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar:
Lieber Karl...

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Von: Tom L.
Kommentar:
Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar:
Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.

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Von: ElliVanelli
Kommentar:
Hallo Karl

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