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Pferde holen Patienten aus tiefen Depressionen
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Freitag, 30.1.2009, 13:59:24 Uhr

Hallo Leute, ich bin's: Karl




Da dies mein erster Eintrag hier ist, muß ich erst einmal herausfinden, wie das überhaupt funktioniert.

Danke erst mal meinm Kumpel, der bisher für mich geschrieben hat. Ich hab mich übrigens noch ein paar mal mit ihm getroffen und wir haben uns wieder "versöhnt", nur schreiben will er nicht mehr. Er meint, es belastet ihn zu sehr. Aber er ist weiterhin für mich da und hilft mir immer.



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Freitag, 30.1.2009, 10:20:45 Uhr

Krank vor Sorge


Viele Menschen haben Angst - vor Arbeitslosigkeit, der Finanzkrise oder einer Rezession. Das sind normale und verständliche Ängste. Manchmal geht die Angst aber so weit, dass sie den Alltag und die Gedanken der Betroffenen beherrscht. In diesem Fall steckt eine ernst zu nehmende Angsterkrankung dahinter - und professionelle Hilfe wird nötig.

Versagensangst trete bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen auf, erklärt Andreas Ströhle, leitender Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité in Berlin. Depressionen etwa oder bestehende Angsterkrankungen wie die soziale Phobie und die generalisierte Angststörung.

Bei Depressionen äußert sich die Angst allgemein in einer negativen Sicht der Dinge. Erkrankte sind davon überzeugt, dass sie ohnehin nichts können. Menschen mit sozialer Phobie fürchten sich vor Bewertungen durch andere. Die Betroffenen haben Angst, in den Augen anderer zu versagen. Dabei kann es ganz eingegrenzt um die Angst vor Prüfungen gehen. Oder aber der Betroffene fürchtet alle Situationen, in denen er mit anderen Menschen in Kontakt tritt. Der Erkrankte zieht sich zurück, verspürt Unruhe, schläft schlecht oder ist verspannt.

Für Menschen, die unter einer sozialen Phobie leiden, sei der Leidensdruck besonders groß, erklärt Borwin Bandelow von der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Alles ist peinlich - auch der nötige Arztbesuch. Viele würden von der Umwelt nicht als Kranke wahrgenommen und merkten selbst nicht, dass sie krank sind.

Bei einer generalisierten Angststörung haben Betroffene übertriebene Ängste vor vielen alltäglichen Dingen. Diese Störung trete vor allem in Lebenssituationen auf, in denen die Person plötzlich viel Verantwortung übernehmen muss - etwa beim ersten Job oder der Geburt eines Kindes. Doch egal, welche Erkrankung zugrunde liegt - Erkrankte überschätzten Ängste massiv.
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Dienstag, 27.1.2009, 20:42:32 Uhr

Er begründete das moderne Amerika


Es ist der Tag, an dem der neue US-Präsident vereidigt wird – und es steht schlecht um das Land. Sehr schlecht. Die Hoffnungen vieler Amerikaner richten sich auf den Mann, der vor dem Kapitol in Washington seine Hand auf eine Bibel legt und schwört, das Land nach besten Kräften zu führen: Abraham Lincoln.

" Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich ", hat der amerikanische Schriftsteller Mark Twain geschrieben. Und so mag es genügend Unterschiede geben, zwischen dem Inaugurationstag Lincolns am 4. März 1861 und dem vergangenen Dienstag, als Barack Obama das US-Präsidentenamt antrat. Ein denkwürdiger Zufall ist es dennoch: In dem Jahr, in dem die Vereinigten Staaten erstmals einen farbigen Präsidenten haben, feiert das Land außerdem den 200. Geburtstag Lincolns, dessen Name auf immer mit dem Ende der Sklaverei in Nordamerika verbunden ist.

Flussfahrt mit Folgen
Er ist der Präsident, der die Grundlagen des modernen Amerikas schuf. Seine Amtszeit – von seiner Vereidigung am 14. März 1861 bis zu seiner Ermordung durch einen fanatischen Südstaaten-Anhänger in einem Theater am 14. April 1865 – deckt sich ziemlich genau mit der Dauer des amerikanischen Bürgerkriegs. Die Auseinandersetzung beseitigte den " Geburtsfehler " der amerikanischen Gesellschaft, die Sklaverei, und legte zugleich die Grundlagen für den Aufstieg der USA zur Weltmacht.

Im Jahr 1619 waren die ersten Sklaven in Jamestown, Virginia, nach Nordamerika gebracht worden. Kritik regte sich schon bald. Auch für die Verfassungsväter war die Sklaverei ein Thema. Sie verschoben jedoch eine Entscheidung. Auch George Washington, später der erste US-Präsident, fürchtete, ein innerer Zwist über das Thema könnte Amerika schwächen – und Großbritannien Gelegenheit geben, die Ergebnisse der Revolution von 1776 zu revidieren.

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Dienstag, 27.1.2009, 20:17:13 Uhr

33 000 Schüler pro Jahr zum Psychiater


Schweizer Schüler haben Angst: Jeder zehnte will nicht zur Schule, weil er sich vor Leistungsdruck oder Mobbing fürchtet. Die Folgen: schlechte Noten, Schwänzen und Depressionen.


Jedes Jahr werden in der Schweiz über 33 000 Kinder wegen psychischen Problemen behandelt – Tendenz steigend. Die meisten leiden unter Ängsten: Laut einer neuen Studie, die der «SonntagsZeitung» vorliegt, fürchtet sich jedes zehnte Kind – also knapp 79 000 – vor der Schule.

«Jüngere Schüler leiden oft unter dem hohen Erwartungsdruck ihrer Eltern oder wollen sich nicht von ihrer Mutter trennen», erklärt Jürg Forster, Leiter des Schulpsychologischen Dienstes der Stadt Zürich. «Zudem neigen Kinder, denen es an sozialen Kom­petenzen mangelt, eher zu Schulangst.» Die Folge: Vor der Schule bekommen die ABC-Schützen Bauchschmerzen, es wird ihnen schlecht und sie versuchen, sich zu verstecken. Ältere Schüler dagegen fürchten sich hauptsächlich vor Mobbing, Prüfungen und schlechten Noten. In einer älteren Studie gaben sieben Prozent der 13-Jährigen an, wegen solchen Ängsten hin und wieder die Schule zu schwänzen.

Als Erwachsene sind ängstliche Kinder laut neusten Erkenntnissen häufig depressiv oder selbstmordgefährdet. Oft hilft deshalb nur eine Therapie: Laut dem Bundesamt für Statistik wurden 2007 sechsmal mehr unter 14-Jährige wegen Ängsten und anderen psychischen Störungen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen als noch vor zehn Jahren.

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Dienstag, 27.1.2009, 20:06:18 Uhr

Erfolgreiche Prävention der postnatalen Depression



Frauen mit postnataler Depressionen profitieren von dem Besuch ausgebildeter Gesundheitsberater („Health Visitors“), die in einer randomisierten Studie im britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 338; a3045) erfolgreich eine Psychotherapie durchführten. Nach einer anderen Studie (BMJ 2009; 338; a3064) kann der häufigen Gemütsstörung durch Telefonate mit anderen Frauen vorgebeugt werden, die diese Lebenskrise aus eigener Erfahrung kennen.

Etwa 13 Prozent aller Frauen durchleben nach der Geburt des Kindes eine emotionale Krise. Nur wenige suchen deshalb Hilfe auf, sodass die postnatale Depression zu den häufigsten unterdiagnostizierten und untertherapierten Erkrankungen zählt.

Jane Morrell von der Universität in Huddersfield/England und Mitarbeiter haben in einer Studie untersucht, ob den Frauen durch den Besuch von speziell geschulten „Health Visitors“ geholfen werden kann.

Health Visitors sind eine Besonderheit des britischen Gesundheitswesens. Es handelt sich um ausgebildete Krankenschwestern oder Hebammen, die in den ersten Lebensjahren die Familien aufsuchen und die jungen Mütter beraten.

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Dienstag, 27.1.2009, 10:12:31 Uhr

Da kommt was auf uns zu


"Es kann jeden treffen", sagt der Psychiater Berthold Müller. Deshalb sei es wichtig, offen über die Volkskrankheit zu reden - damit betroffene Menschen und ihre Familien nicht schweigen, sondern schnell Rat und Hilfe suchen, wenn es nötig ist. Das will das »Bündnis gegen Depression« Reutlingen/Tübingen, und seit vier Jahren kämpft es für dieses Anliegen. Mit Erfolg, sagt Professor Müller, Chefarzt an der Münsterklinik Zwiefalten. Und sein Kollege Gerhard Längle, medizinischer Geschäftsführer der Reutlinger Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, stimmt zu: Die Arbeitsgemeinschaft sei auf dem richtigen Weg.

Wichtig ist den beiden, aber auch den anderen Mitgliedern des Bündnisses (alles in allem sind es an die zwanzig Männer und Frauen), die breite Öffentlichkeitsarbeit aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen werden Depressionen immer noch viel zu oft verkannt, obgleich sie weitverbreitet sind und Patienten unter den unterschiedlichsten Symptomen aus dem gewohnten Leben werfen können, wie Ärzte, Berater und Mitarbeiter von Selbsthilfegruppen sehr wohl wissen.

Anzeichen werden verkannt
Zum anderen aber gibt es Anzeichen, dass die gesellschaftliche Situation mehr als früher Depressionen auslösen kann: Arbeitslosigkeit und die Angst vor ihr mögen Gründe für eine krankhafte, ja tödliche Schwermut sein. Aber auch der Leistungsdruck auf Jugendliche nimmt zu, warnt Dr. Längle und nennt als Beispiel das achtjährige Gymnasium, das manchen Jungen und manches Mädchen überfordert: »Ich denke, da kommt etwas auf uns zu.«

Bereits heute sind vielfach Kinder und Jugendliche von Depressionen betroffen, weiß Renate Pandtle von der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie in Reutlingen. Eltern deuten die Anzeichen nicht gleich richtig, auch manche Ärzte verkennen den Schatten, der über ihren jungen und älteren Patienten liegt.

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Montag, 26.1.2009, 11:46:26 Uhr

Die Angst, den Verstand zu verlieren



Auch Demenz sollte möglichst früh behandelt, Hilfe auf alle Fälle angenommen werden

Demenz und Krebs haben etwas gemeinsam: Jeder Mensch fürchtet sich davor, und viele wollen sich deshalb nicht mit diesen Krankheiten auseinandersetzen, sondern verdrängen lieber. Im Falle von Demenz, oft völlig zu Unrecht für "peinlich" gehalten, entwickeln sowohl zahlreiche Betroffene als auch Angehörige Strategien, um die Erkrankung nach außen hin zu vertuschen. Da hängen beispielsweise überall Memo-Zettel, da wird Diebstahl bei Verlegen von Gegenständen vorgeschoben, da werden der zunehmende Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Verwirrtheit oder Orientierungsstörungen beschönigend auf "ein bisschen Altersdemenz" zurückgeführt. Senioren sprechen dann von "ihren betagten grauen Zellen" und weisen die Bitte, sich untersuchen zu lassen, empört zurück: "Ich bin doch nicht verrückt." Professor Dr. Gerhard Hamann, Leiter der HSK-Klinik für Neurologie, aber erklärt: "Altersdemenz" gibt es nicht. Entweder es ist Alzheimer oder vaskulär, also gefäßbedingt. Die Auswirkungen sind ähnlich."

Da Verdrängung letztlich nur zusätzlichen Schaden anrichtet und die Krankheit laut Aussage von Dr. Thomas Zickgraf, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft, "innerhalb von sechs bis zehn Jahren zum völligen Verlust des Verstandes führt", sollte man sich früh den Tatsachen stellen, alles für eine möglichst rasche und damit den Verlauf hinauszögernde medizinische Behandlung in die Wege leiten und Erforderliches regeln. Wer bemerkt, dass er beispielsweise öfter das Datum, die Jahreszeit, die Adresse oder den Namen der Kinder vergisst, der sollte unabhängig von seinem Alter die vielfältigen Wiesbadener Angebote nutzen: Möglichkeiten der Diagnostik bieten die Memory-Clinic in der Asklepios-Paulinen-Klinik, wo man sich ambulant auf Anzeichen demenzieller Art untersuchen lassen kann. Dasselbe gilt für die Otto-Fricke-Klinik in Bad Schwalbach sowie die Institutsambulanz des Psychiatrischen Krankenhauses Eichberg. Für die Abklärung und die Spezialisten erfordernde Behandlung steht auch die neurologische Klinik in den HSK zur Verfügung.

Ergebnis der Untersuchung kann nun durchaus sein, dass man nicht unter Demenz, sondern beispielsweise unter - gut zu behandelnden - Depressionen leidet, die zu ähnlichen Symptomen führen. Wurde Demenz diagnostiziert, stehen zur näheren Information unter anderem Gesprächskreise der Alzheimer-Gesellschaft zur Verfügung. Darüber hinaus sollte der Betroffene rechtlich alles so regeln: Vollmachten erteilen, Betreuer für den Bedarfsfall benennen, sein Testament schreiben, eine Patientenverfügung ausstellen und mit seiner Familie darüber sprechen, ob er später nach Möglichkeit zuhause mit Pflegekräften oder lieber in einer Einrichtung betreut werden will. Nur so kann er sich auf einen späteren Gang der Dinge seinem eigenen Willen gemäß verlassen. Angehörige, gute Freunde und vertrauenswürdige Nachbarn sollten von vornherein aufgeklärt werden, weil das erheblich zur Entlastung beiträgt: Man muss keine Fassade aufbauen und kann die Unterstützung der Betreuenden sichern: "Es ist ganz wichtig, dass ein Angehöriger sein eigenes Leben führen kann und nicht alles auf den Kranken einstellt. Das bedeutet auch, loslassen zu können", erklärt Ulrike Granzin, gemeinsam mit Birgit Haas Koordinatorin im Forum Demenz Wiesbaden. Das ist Grundvoraussetzung dafür, dass man auf Dauer bei der Betreuung die Nerven behält und dem dementen Menschen gerecht wird. Nur so lassen sich als Partner oder Kind zumindest annähernd die Ratschläge der Expertin Haas beherzigen: Dem Patienten nicht seine Schwächen vorhalten, also nicht vorwerfen, dass er Wesentliches vergisst oder Gegenstände verliert. Keinesfalls mit ihm diskutieren, denn er ist schon verunsichert genug! Aufforderungen in kurzen, knappen Sätzen halten und auf eine einzige Sache beschränken. Berücksichtigen, dass der demente Mensch gerade weil er verbal so wenig begreift, die Emotionen seines Gegenübers bis zu einem gewissen Grad wahrnimmt und durchaus auch noch über seinen Tastsinn verfügt: Also tut man ihm Gutes, indem man ihm die Hand streichelt oder in den Arm nimmt. Bei allem ist zu berücksichtigen, dass ein Mensch auf den Abbau seines Verstandes mit großen Ängsten reagiert. Bevor man als Betreuender im Laufe der Zeit an seine Grenzen gerät, hole man sich so früh wie möglich von außen Hilfe. Diesbezüglich ist man beim "Forum Demenz", einem Zusammenschluss von Diensten und Einrichtungen unter der Schirmherrschaft des Sozialdezernenten Arno Goßmann, in besten Händen: Hier kann man sich über gesetzliche Grundlagen informieren lassen, findet Unterstützung bei der häuslichen Versorgung, seien es Haushaltshilfe oder Tagespflege, findet stationäre Unterbringungsmöglichkeiten einschließlich beschützender Einrichtungen für Menschen mit Demenz, die sich selbst gefährden, und kann Angebote für Angehörige inklusive betreuter Reisen nutzen. Und diese Angebote sollten sie unbedingt nutzen, denn die Belastungen, die möglicherweise über Jahre auf ihren Schultern ruhen, sind immens.

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Montag, 26.1.2009, 10:57:24 Uhr

"Ich lebe seit drei Monaten in der Klapse und finde es total okay"


Eine Schülerin beschreibt ihren Alltag in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die 16-Jährige hatte sich dort selber eingewiesen. Und sie stellt klar: Sie selber und die anderen Patienten sind nicht verrückt.

Für jeden von uns ist es der größte Graus, an die Psychiatrie zu denken. Denn wie wir alle wissen, leben dort nur Verrückte. Nun ist es aber so, dass ich seit ungefähr drei Monaten in einer sogenannten Klapse wohne und schlafe. Und ich fühle mich dadurch stetig besser, es ist absolut okay. Es war eine gute Entscheidung, mich selbst in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Denn mein jetziger Wohnort ist keine Erwachsenen-Psychiatrie, sondern eine Kinder- und Jugend-Psychiatrie (KJP), was einen riesigen Unterschied ausmacht.

In einer KJP werden Patienten bis zum 18. Lebensjahr aufgenommen, deren Krankheitsbilder unterschiedlicher nicht sein könnten. Es geht von Essstörungen über Trauma bis hin zu Depressionen. Auf den ersten Blick hört sich das alles nicht so schlimm an, doch man muss bedenken, dass es sich um Kinder und Jugendliche handelt und dass die Probleme, weshalb sie in der Psychiatrie sind, meistens durch ihr Elternhaus ausgelöst wurden.

Denn Depressionen, Essstörungen und selbstverletzendes Verhalten - was die heutige Jugend als ritzen bezeichnet - sind Symptome und Hilfsmittel, um eine bestimmte Situation zu überstehen.

Stellt euch vor, dass sich die Eltern eines zehn Jahre alten Kindes trennen. Das Kind kommt hiermit - was verständlich ist - nicht zurecht, da sich die Eltern entweder die Augen auskratzen, die Kinder dabei mit ins Geschehen ziehen oder weiterhin eine heile Welt vorspielen. Für das Kind bricht eine Welt zusammen, denn so eine Situation tut weh. Und genau an diesem Punkt versucht das Kind, seine Schmerzen zu betäuben, indem es Symptome, wie die oben beschriebenen, entwickelt. Aber im Allgemeinen kann man sich das Leben in einer KJP wie in einer Wohngemeinschaft vorstellen, nur dass es hier regelmäßige Gespräche mit einem Psychiater gibt.
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Montag, 26.1.2009, 10:40:30 Uhr

Schizophrenie und bipolare Störung: Zwei Krankheiten, eine Wurzel



Menschen, die unter Schizophrenie oder einer bipolaren Störung leiden (auch manische Depression genannt), haben häufig ähnliche Symptome. Sie leiden beispielsweise unter Psychosen, also zeitweiligen Störungen des Realitätsbezugs. Außerdem sprechen beide Störungen teilweise auf die gleichen Medikamente an. Seit Langem diskutieren Psychiater daher, ob die beiden Erkrankungen auf zusammenhängenden biologischen Mechanismen beruhen.

Forscher vom renommierten Karolinska Institut in Stockholm haben dieses Rätsel nun im Rahmen einer großen Langzeitstudie gelöst und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „The Lancet“ (2009; 373: 234-39) veröffentlicht. Ihr Fazit: Schizophrenie und bipolare Störung haben tatsächlich gemeinsame genetische Wurzeln.

Zu diesem Schluss kam das Team um Paul Lichtenstein und Christina Hultman als es die Daten von neun Millionen Menschen aus zwei Millionen schwedischen Familien auswerteten. Die Studie umfasste einen Zeitraum von drei Jahrzehnten. Unter den Teilnehmern waren fast 36.000 Schizophreniekranke und mehr als 40.000 Menschen mit einer bipolaren Störung.

Menschen mit einem Verwandten ersten Grades, der an Schizophrenie oder unter einer bipolaren Störung litt, trugen nicht nur für diese, sondern gleich für beide psychischen Erkrankungen ein deutlich erhöhtes Risiko im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. Das galt auch für die leiblichen Eltern erkrankter Kinder, die ihre Sprösslinge zur Adoption freigegeben hatten. Aus den Daten schließen die Wissenschaftler außerdem, dass das Risiko für Schizophrenie zu 64 Prozent genetisch bedingt und folglich zu 36 Prozent auf Umwelteinflüsse zurückzuführen ist. Bei manischen Depressionen spielt die Umwelt mit 41 Prozent eine etwas größere Rolle.

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Montag, 26.1.2009, 10:38:55 Uhr

Sicherheit vertreibt Depressionen


Forscher identifizieren im Tierversuch Alternative zu Psychopharmaka
Das Erlernen eines Gefühls der Sicherheit aktiviert zelluläre und molekulare Vorgänge, die gegen Depressionen wirken. Dies haben Wissenschaftler in den USA anhand eines neuen Tiermodells herausgefunden, mit dessen Hilfe die relevanten zellbiologischen Vorgänge besser untersucht und erklärt werden können.

Die nun im Fachjournal „Neuron“ vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass „Erlernte Sicherheit“ eine vergleichbare antidepressive Wirkung wie Psychopharmaka haben kann - diese Wirkung aber durch andere molekulare Vorgänge gesteuert wird.

Angst ist gut. Sie schützt uns vor allerlei Gefahren. Daher ist sie sowohl Teil unserer Instinkte als auch erlernbar. Angst kann aber auch lästig oder gar krankhaft werden und verschiedene psychische Leiden wie beispielsweise Depressionen hervorrufen. Um erlernte Angst zu erforschen, wurde jetzt bei Tieren ein angstreduzierendes Verhalten untersucht: die so genannte Erlernte Sicherheit.

Dabei werden Tiere so konditioniert, dass sie spezielle Reize mit einem Gefühl der Sicherheit assoziieren, was in der Folge erlernte Angst vermindert. Dieses experimentelle Modell nutzte nun Daniela D. Pollak in einem Projekt an der Columbia University, Howard Hughes Medical Institute, USA. So analysierte sie zelluläre und molekulare Vorgänge im Zusammenhang mit Erlernter Sicherheit.

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Montag, 26.1.2009, 10:26:10 Uhr

Depression ist lukrativer als "psychische Verstimmung"


Immer mehr Ärzte fühlen sich von den Krankenkassen zu bestimmten Diagnosen gedrängt. Die Kassen wiederum schieben die Schuld auf die Politik. Der Gesundheitsfonds habe mit seiner Logik "mehr Geld für mehr Kranke" Manipulationsanreize gesetzt.
Berlin - Unter Gesundheitsexperten ist es inzwischen das Reizwort des Jahres. „Upcoding“ nennen sie es in der Branche, wenn Patientendiagnosen so aufgemöbelt werden, dass sie den Krankenkassen mehr Geld bringen. Schon vor Einführung des Gesundheitsfonds gab es viele Warnungen vor einer diesbezüglichen Anfälligkeit des neuen Systems.

Nun scheinen sie sich zu bestätigen. Mediziner würden von einigen Kassen zu bestimmten Diagnosen gedrängt, klagte Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe. Dabei wer de „sogar mit Geld gewinkt“, sagte er. „Wir haben Angst, dass Ärzte korrumpierbar werden.“ Kassenvertreter versuchten, „Ärzte zu ködern, um Diagnosen zu korrigieren“, legte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, nach. Und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) warnte die Kassen, Krankheiten ihrer Versicherten auf dem Papier zu übertreiben, um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten. „Das ist Betrug, und dagegen wird auch die Aufsicht vorgehen.“

Schuld an alledem ist den Kassen zufolge aber allein die Politik. Die Logik des neuen Gesundheitsfonds habe „Manipulationsanreize gesetzt“, sagte der Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, der „Financial Times Deutschland“. Richtig daran ist, dass sich der Geldfluss an die Kassen nun auch danach richtet, wie viele Kranke sie in ihren Reihen haben. Für Versicherte, denen eine von 80 vorgegebenen Krankheiten diagnostiziert worden ist, gibt es höhere Zuweisungen aus dem Fonds. Mit ihren Diagnosen nehmen die Ärzte folglich nun direkten Einfluss auf das Budget der Kassen – und die haben ein handfestes Interesse daran, dass etwa aus einer bloßen psychischen Verstimmung eine – für sie weit lukrativere – Depression wird.

Sie tun offenbar auch einiges dafür. So registriert die KBV „eine steigende Zahl von Anrufen, in denen Ärzte von indirekten Aufforderungen der Kassen berichten, bestimmte Kodierungen vorzunehmen“. Umgekehrt sind sich auch die Mediziner ihrer neuen Macht bewusst. So forderte Bayerns Hausärztepräsident Wolfgang Hoppenthaller seine „lieben Kolleginnen und Kollegen“ dick unterstrichen dazu auf, die Diagnosen ihrer AOK-Patienten zu überprüfen. Schließlich habe ihnen die AOK per Hausärztevertrag höhere Einkünfte beschert. „Als Gegenleistung für das Entgegenkommen der AOK bitten wir Sie nochmals, eine entsprechende Codierung bei den AOK-Patienten vorzunehmen“, schrieb der Ärztechef. Begründung: „Nur eine AOK, die entsprechende Zuweisungen über den Risikostrukturausgleich erhält“, könne den so segensreichen Hausärztevertrag „auf Dauer bedienen“.

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Samstag, 17.1.2009, 00:11:54 Uhr

Depressive Symptome haben kulturelle Variationen


Im psychiatrischen Arztgespräch haben Sprachprobleme große Bedeutung / Depressionen werden kulturell unterschiedlich erlebt
BERLIN (gvg). Eine psychische Erkrankung zu erkennen, ist schon bei Einheimischen oft nicht einfach. Noch schwerer kann das wegen Sprachproblemen und anderer Symptomwahrnehmung bei Patienten mit Migrationshintergrund sein.
Patienten mit Migrationshintergrund sind in den deutschen Kliniken für Psychiatrie nicht mehr unterrepräsentiert. Das hat Dr. Meryam Schouler-Ocak von der Charité berichtet. Daten aus dem Mikrozensus 2005 des Statistischen Bundesamts zufolge sind in Deutschland knapp 19 Prozent der Bevölkerung ausländische Staatsangehörige oder deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund.
Diese Quote wird auch in psychiatrischen Kliniken erreicht. Bei einer von Berlin aus koordinierten Erhebung in 350 psychiatrischen Kliniken in Deutschland hatten 17,4 Prozent der Patienten einen Migrationshintergrund, so Schouler-Ocak bei einer Veranstaltung des Unternehmens Lundbeck in Berlin.
Einfach haben es diese Patienten nicht. So existieren Sprachprobleme, die in der Psychiatrie ungleich schwerer wiegen als etwa in der Chirurgie. Sieben Prozent mit Migrationshintergrund gaben in der Studie an, im psychiatrischen Arztgespräch Sprachprobleme zu haben. Mit 39 Prozent deutlich höher lag die Quote derer, die über kulturelle Verständigungsschwierigkeiten berichteten.
Vor allem über diese kulturellen Barrieren sollten sich Ärzte im Gespräch etwa mit depressiven Patienten aus anderen Kulturkreisen bewusst sein, so Schouler-Ocak. So könnten sich Erklärungsmodelle und Behandlungserwartungen, aber auch Symptome deutlich vom Gewohnten unterscheiden. Schouler-Ocak nannte als Beispiel türkische Frauen mit Depression, die nicht selten über pseudohalluzinatorische Symptome berichten. Wer hier stur den auf den westlichen Kulturkreis zugeschnittenen Krankheitsklassifikationen folge, lande da leicht in der falschen Schublade, etwa bei Schizophrenie.
"Schwere Depressionen sehen in den Kulturkreisen tendenziell gleich aus. Aber bei leichten und mittelschweren Verläufen gibt es deutliche Unterschiede", so die Expertin. So habe eine Vergleichsuntersuchung zwischen Deutschland und Indonesien gezeigt, dass deutsche Patienten mit Depression eher agitiert sind, eher Verarmungsideen haben, zu Selbstbeschuldigungen neigen und mehr Suizidgedanken haben.
Eine ähnliche Studie der WHO fand heraus, dass somatische Symptome in orientalischen Kulturkreisen häufiger sind, in Mitteleuropa und Nordamerika dagegen sehr viel mehr Schuldgefühle vorkommen. Ignorieren dürfen Ärzte solche Unterschiede nicht. Sie sollten sich aber auch vor Verallgemeinerungen hüten: "Den muslimischen Patienten gibt es genauso wenig wie den christlichen oder den jüdischen."



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Freitag, 16.1.2009, 00:05:35 Uhr

Bei Depressionen kommt es auf die richtige Diagnose an


Liegt eine bipolare oder eine unipolare Erkrankung vor? Die Behandlung hängt stark davon ab!

Oft dauert es viele Jahre, bis bei bipolar erkrankten Patienten die richtige Diagnose gestellt und eine Therapie eingeleitet wird. Hausärzte haben dabei eine Schlüsselfunktion: Sie sind oft die erste Anlaufstelle für manisch-depressive Patienten.

Die richtige Diagnose bei depressiven Erkrankungen ist sehr wichtig, denn die Behandlungswege bei unipolaren und bipolaren Depressionen unterscheiden sich erheblich, hat Dr. Christa Roth-Sackenheim aus Andernach bei einer Fortbildungsveranstaltung der ViSiO-Fortbildungsinitiative Bipolare Störungen berichtet.

Diagnostische Hinweise auf die Störungen liefern frühes Erkrankungsalter, oft schon in der Jugend, rascher Beginn und ein oft abruptes Ende der Episode. Als klinische Besonderheiten fallen die ausgeprägte Stimmungslabilität, psychomotorische Hemmung und psychotische Symptome wie Wahn und Halluzination auf.

Die Therapie bei einer akuten manischen Episode gehört in die Hände eines Facharztes, sagte Roth-Sackenheim auf der von AstraZeneca unterstützten Veranstaltung. Bei bipolaren Depressionen können gängige Antidepressiva einen Switch in die Manie auslösen und einen hochfrequenten Phasenwechsel (Rapid Cycling) in Gang setzen. Sie sollten daher nur in Kombination mit Stimmungsstabilisatoren bei der Therapie verwendet werden.
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Donnerstag, 15.1.2009, 00:02:55 Uhr

Bauchschmerzen und Depressionen gehen oft zusammen


HELSINKI (ars). Viele Patienten, die mit Bauchschmerzen in die Praxis kommen, haben gleichzeitig Depressionen. Das fanden Forscher aus Helsinki heraus, die per E-Mail Fragebögen mit einer speziellen Skala an 5000 Erwachsene verschickten (AP&T 28, 2008, 648). 17 Prozent der Befragten gaben depressive Symptome an. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) in dieser Gruppe hatte gleichzeitig häufig Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden oder Reizdarm-Syndrom, dagegen nur ein gutes Viertel jener, die frei von Depressionen waren. 24 Prozent der depressiven Teilnehmer hatten im vorangegangenen Jahr wenigstens einmal wegen der gastrischen Beschwerden den Hausarzt konsultiert, 18 Prozent deshalb mindestens einen Tag bei der Arbeit gefehlt. Die Vergleichszahlen bei den Nichtdepressiven: 13 Prozent hatten Arztbesuche wegen gastrointestinaler Symptome, 9 Prozent Fehltage.



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Mittwoch, 14.1.2009, 00:02:25 Uhr

Manisch-Depressive leben gefährlich


Richtige Differenzialdiagnose kann Leben retten / Unterschiedliche Therapien bei uni- und bipolarer Depression

Wenn Ärzte eine unipolare Depression diagnostizieren, sollten sie auch daran denken, dass es sich um eine depressive Phase einer bipolaren Krankheit handeln kann. Diesen Unterschied zu erkennen, kann lebensrettend sein. Denn bei Menschen mit einer bipolaren Störung ist das Suizid- risiko noch höher als bei Patienten mit unipolarer Depression.

In Deutschland haben etwa zwei Millionen Menschen eine bipolare Störung. Etwa jeder Vierte davon begeht Suizid, bis zu 50 Prozent versuchen sich im Laufe des Lebens zu töten, sagte die Diplompsychologin Britta Bernhard aus München beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen in Bochum.

Im Vergleich zu Patienten mit unipolaren Depressionen haben bipolar Erkrankte häufiger Hypersomnie, Hyperphagie, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen, hat Professor Michael Bauer aus Dresden berichtet. Nach diesen Symptomen sollten Ärzte gezielt fragen. Bei bipolarer Depression seien Rezidivrisiko und Episodenfrequenz zudem höher als bei unipolarer Depression. Auch manifestiere sie sich im Schnitt früher im Leben als die unipolare Form und das Verhältnis der Geschlechter sei ausgeglichener. An der unipolaren Form erkranken hingegen etwa doppelt so viele Frauen wie Männer.

Psycho- und Pharmakotherapie unterscheiden sich bei bi- und unipolarer Depression: Bei unipolarer Störung stehen Antidepressiva im Vordergrund, bei bipolarer Störung dagegen Stimmungsstabilisierer wie Lithium, Lamotrigin oder Carbamazepin, sagte Heinz Grunze, Professor für klinische Psychiatrie an der Universität von Newcastle. SSRI wie Fluoxetin könnten in schweren, akut-depressiven Phasen hinzugegeben werden, sagte Grunze. Bei Fluoxetin sei das Risiko, eine Manie auszulösen, vergleichsweise gering. Insgesamt sei aber die Datenlage für die Wirksamkeit von Antidepressiva bei bipolaren Depressionen weniger gut als für Stimmungsstabilisierer.
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Dienstag, 13.1.2009, 00:04:27 Uhr

Viele Suizide lassen sich vermeiden


Männer über 70 Jahre sind besonders gefährdet / Vor dem Suizid besteht oft noch Kontakt mit Hausärzten
NEU-ISENBURG (ner). Etwa 11 000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr durch Suizid. Das sind deutlich mehr Todesfälle als im Straßenverkehr. Viele Menschen, die eine Selbsttötung vorhaben, besuchen kurz vorher ihren Hausarzt.
Suizide seien ein unterschätztes Problem, so die WHO: Eine Million Menschen sterben weltweit jedes Jahr durch Suizid. Zwar ist die Suizidrate in Deutschland seit Ende der 1970er Jahre kontinuierlich gesunken, liegt aber nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen zehn Jahren unverändert zwischen 10 000 und 12 000 Suiziden pro Jahr.
Suizidversuche sind zehn- bis zwanzigmal häufiger. Unvollendete Suizide seien hauptsächlich bei jungen Menschen zu verzeichnen, vor allem bei Frauen, sagte Privatdozentin Dr. Barbara Schneider von der Universitätsklinik Frankfurt am Main. Vollendete Suizide dagegen vorwiegend bei alten Menschen, besonders Männern. "In Deutschland nimmt dieses Problem besonders ab dem 70. Lebensjahr stark zu", so Schneider zur "Ärzte Zeitung".
Abgesehen vom Alter empfiehlt die Psychotherapeutin, auf bestimmte Risikofaktoren zu achten. 90 Prozent aller Suizidopfer waren psychisch krank. An erster Stelle stehen dabei Depressionen, Alkoholismus und Schizophrenie. "Die WHO geht davon aus, dass die Suizidrate weltweit um 20 Prozent sinken würde, wenn man diese Patienten ausreichend behandeln würde", so Schneider.
Hinzu kommen soziale Faktoren wie Partnerverlust, Arbeitslosigkeit, erheblicher Arbeitsdruck und Mobbing. Letzteres findet sich vor allem in bestimmten Berufsgruppen: Ärzte, Krankenpfleger, Künstler und Bauern gelten als verstärkt suizidgefährdet. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen, die dann zum Suizid führen. Ausschlaggebend sei häufig, dass die Umgebung, etwa die Familie, demjenigen die Unterstützung entziehe, so Schneider.
"Viele Menschen gehen in der Woche vor ihrem Suizid zum Hausarzt", sagt Schneider, und ruft ihre Kollegen auf, Menschen in schwierigen Lebenssituationen auf das Thema anzusprechen. Die Betroffenen sehen für ihr Problem oft nur Schwarzweiß-Lösungen, eine davon ist der Tod. Es gelte, mit professioneller Hilfe die Menschen in die Lage zu versetzen, mehrere Problemlösungen zu entwickeln.



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Montag, 12.1.2009, 00:02:06 Uhr

Altersbeschwerden kaschieren Depression


Demenz oder Depression? Gründliche Anamnese sorgt bei alten Menschen mit Gedächtnisproblemen für Klarheit
ESSLINGEN (hbr). Bei älteren Patienten ist es oft nicht einfach, eine beginnende Demenz von einer Depression zu unterscheiden - Gedächtnisstörungen treten bei beiden Krankheiten auf. Doch Depressive klagen eher darüber, dagegen bagatellisieren Demenzkranke ihre Probleme. Depressiven geht es abends oft besser, Demenzkranke wirken dann eher noch verwirrter.
Erste diagnostische Hinweise auf eine Depression kann ein kurzer Test liefern: Der Patient wird gefragt, ob er sich im letzten Monat oft niedergeschlagen, traurig oder hoffnungslos gefühlt hat. Außerdem soll er sagen, ob er in dieser Zeit deutlich weniger Lust und Freude an Dingen hatte, die er sonst gerne macht. "Wenn er beide Fragen bejaht, sollte man sich genauer mit ihm befassen", so Professor Wilhelm Niebling von der Universität Freiburg.
Die Diagnose kann bei älteren Patienten aber erschwert sein: Sie wollen oft nicht wahrhaben, dass sie depressiv sind, sagte Niebling bei einem Kongress in Esslingen: "Sie kommen eher mit somatischen Beschwerden in die Praxis, als ungefragt ihre Probleme zu schildern." Zudem können Altersbeschwerden die Symptome kaschieren.
Andere Ursachen müssen also ausgeschlossen werden. Etwa neurologische Krankheiten wie Parkinson. Endokrine Probleme wie eine Schilddrüsen-Unterfunktion können ebenfalls Antriebsmangel oder depressive Verstimmungen bewirken. Oft treten Depressionen auch nach einem Schlaganfall auf.
Wichtig: Differenzialdiagnostisch ist immer auch an eine Demenz zu denken. Wobei die Abgrenzung, etwa zur Alzheimer-Demenz, schwer fallen kann. Ein paar Punkte können aber weiterhelfen. So deuten dauerhafte depressive Symptome mit akutem Start eher auf eine Depression. Affektlabilität, Ablenkbarkeit und ein langsamer Beginn dagegen für Demenz. Depressive beklagen ihre Vergesslichkeit zudem eher - Demenzpatienten neigen dazu, diesen Punkt zu bagatellisieren.
Gleichzeitig haben Depressive fast nie Orientierungsstörungen, aber oft gehemmtes, verlangsamtes Denken. Desorientiertheit und konfuses Denken werden häufiger bei Alzheimerdemenz beobachtet. Eine abendliche Aufhellung der Stimmung tritt eher bei depressiven Patienten auf. Bei Demenz dagegen sind abendliche Verwirrtheit und eine Umkehr des Tag-Nachtrhythmus typisch.



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Sonntag, 11.1.2009, 00:16:48 Uhr

Aufklärung verbessert den Therapieerfolg bei Depression


Umfrage bei 250 Patienten und 500 Hausärzten
PARIS (ner). Depressive Patienten sollten wissen, dass körperliche Symptome wie Schmerzen oft Zeichen einer psychischen Erkrankung sind. Dieses Wissen kann den Therapieerfolg verbessern.
"Schmerzen vermindern die Heilungschance bei depressiven Patienten", sagte Dr. Barry Cole von der American Society of Pain Educators. Viele depressive Patienten stellen sich beim Hausarzt zunächst mit Schmerzen vor, der Zusammenhang zu einer Depression werde zunächst häufig übersehen. Dabei sei die Dysregulation der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin sowohl mit der Entstehung von Depressionen verknüpft als auch mit der von Schmerzen. Denn das körpereigene System der endogenen Schmerzhemmung wird maßgeblich über die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin vermittelt, sagte Cole bei einer Veranstaltung der World Organisation of Family Doctors (WONCA) sowie der World Federation for Mental Health (WFMH) in Paris.
Nach Angaben der beiden Organisationen schildern zwei Drittel der Patienten mit Depressionen auch körperliche Beschwerden, zum Beispiel Schmerzen.
WONCA und WFMH haben mit Unterstützung der Unternehmen Eli Lilly und Boehringer Ingelheim über 250 Erwachsene mit Depressionen sowie mehr als 500 Hausärzte in fünf Ländern zu psychischen Symptomen und körperlichen Beschwerden befragt. Demnach sehen mehr als zwei Drittel der Hausärzte mit Erfahrung in der Depressionstherapie Belege für einen Zusammenhang zwischen Schmerzen und Depressionen. 85 Prozent glauben, dass dieses Wissen die Diagnose erleichtere. 63 Prozent befürchten, bei Patienten, die sich mit Schmerzen in der Praxis vorstellen, eine Depression zu übersehen. Von den befragten Patienten, die den Zusammenhang verstanden hatten, gaben 91 Prozent an, sie hätten sich aufgrund dieses Wissens schneller erholt. Dagegen glauben nur 61 Prozent der Patienten, die den Zusammenhang nicht verstehen, dass die Verbindung körperlicher Symptome mit ihrer Depression Auswirkungen auf die Genesungsgeschwindigkeit habe.



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Samstag, 10.1.2009, 00:06:19 Uhr

Therapie gegen Depressionen lässt Diabetiker länger leben


Arznei- plus Psychotherapie reduziert Sterberate in fünf Jahren um die Hälfte
PHILADELPHIA (mut). Bei Diabetikern lohnt sich nicht nur der Blick auf den HbA1c-Wert, sondern auch einer auf die Stimmung. Denn mit einer antidepressiven Therapie können Ärzte das Leben von depressiven Diabetikern deutlich verlängern.
Depressionen und Diabetes - diese beiden Krankheiten treten häufig zusammen auf. So kommen Depressionen bei Diabetikern etwa doppelt so oft vor wie in der übrigen Bevölkerung: Nach Schätzungen hat jeder fünfte bis jeder dritte Diabetiker in Deutschland eine Depression. Und depressive Diabetiker sterben besonders früh. Eine Therapie gegen Depressionen ist daher ebenso wichtig wie die antidiabetische Behandlung, berichten Ärzte aus Philadelphia in den USA.
Sie kommen zu diesem Schluss aufgrund einer Studie mit 584 Depressiven, die zu Studienbeginn alle älter als 60 Jahre waren. Von ihnen hatte etwa ein Fünftel Diabetes. Ein Teil der Depressiven erhielt eine antidepressive Therapie (Arznei plus Psychotherapie), die von einem Care-Manager überwacht wurde. Dieser betreute die Patienten intensiv, kontrollierte den Therapie-Erfolg und erkundigte sich nach unerwünschten Wirkungen. Bei den übrigen Patienten wurde den behandelnden Ärzten lediglich die Diagnose Depression mitgeteilt.
Das Ergebnis: Nach im Median 4,3 Jahren waren 29 Prozent der depressiven Diabetiker mit intensiver antidepressiver Therapie gestorben, ohne intensive Betreuung dagegen 45 Prozent. Wurden Faktoren wie Alter und Komorbiditäten berücksichtigt, so war die Sterberate in der Gruppe ohne intensive Therapie sogar doppelt so hoch.
Bei den Depressiven ohne Diabetes gab es zwischen beiden Gruppen kaum einen Unterschied (16 versus 17 Prozent). Die Autoren gehen davon aus, dass die antidepressive Therapie die Compliance für Antidiabetika steigert und somit die Prognose verbessert (Diabetes Care 30, 2007, 2005).



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Freitag, 9.1.2009, 00:23:51 Uhr

Antidepressivum bessert auch den Schlaf


Neuartiger Wirkstoff lindert depressive Symptome und normalisiert den Tiefschlaf / Patienten werden nicht sediert
BERLIN (gvg). Guter Schlaf ist bei Patienten mit Depressionen ein wichtiger Prädiktor für einen anhaltenden Erfolg der antidepressiven Therapie. Mit der Substanz Agomelatin bessert sich der Schlaf - ohne dass die Patienten sediert werden.
Agomelatin ist ein neuartiges Antidepressivum. Es ist einerseits ein Gegenspieler des Serotonins am 5-HT2-Rezeptor. Andererseits hat es Melatonin-artige Eigenschaften am MT1- und MT2-Rezeptor im Nucleus suprachiasmaticus.
Durch die Wirkmechanismen lindert das Medikament depressive Symptome und wirkt günstig auf den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Guter Schlaf fördert bei Depression den Therapieerfolg.
"Ein guter Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Remission bei depressiven Patienten", sagte Professor Göran Hajak von der Universität Regensburg auf dem DGPPN in Berlin. Bei gutem Schlaf blieben neun von zehn erfolgreich therapierten Patienten mit Depression über ein Jahr lang in Remission. Bei schlechtem Schlaf seien es dagegen nur drei bis vier von zehn.
"Mit Agomelatin werden bei depressiven Patienten nicht nur die Tiefschlafphasen länger, sondern es normalisiert sich auch das Tiefschlafprofil", sagte Hajak auf der von Servier unterstützten Veranstaltung. Der für Gesunde typische Verlauf mit langen Tiefschlafphasen zu Beginn der Nacht, die zum Morgen hin dann kürzer werden, werde wieder hergestellt. Bei direkter Befragung berichten die Patienten mehrheitlich davon, dass sie leichter einschlafen und dass sich die Schlafqualität bessere.
"Depressive Patienten, die trotz antidepressiver Therapie weiter an Schlafstörungen leiden, sind nicht optimal behandelt", betonte Hajak. Mit Agomelatin könnte demnächst eine Therapie zur Verfügung stehen, die beide Probleme angeht, ohne Sedierung. "Die Substanz ist kein Schlafmittel, sondern ein Schlafinduktor", sagte Hajak. Mit der Zulassung werde noch in diesem Jahr gerechnet.



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Donnerstag, 8.1.2009, 00:25:28 Uhr

Gen beeinflusst antidepressive Behandlung


Steuerung des Transports
MÜNCHEN (dpa). Warum bei Menschen mit einer bestimmten Genvariante Medikamente gegen Depressionen ohne ausreichende Wirkung bleiben, haben Münchner Forscher nachgewiesen. Das sei ein wichtiger Schritt zu einer individuellen Therapie, teilt das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München mit.
Eine Voraussetzung für die Wirksamkeit von Psychopharmaka ist, dass sie ins Gehirn gelangen. Institutsdirektor Professor Florian Holsboer hat nachgewiesen, dass der Transport mehrerer Antidepressiva in das Gehirn genetisch programmiert ist. Untersucht wurde das ABCB-1-Gen, das für die Zutrittskontrolle von Medikamenten ins Gehirn von besonderer Bedeutung ist.
Transportermoleküle steuern den Zutritt oder auch Rücktransport von Substanzen. Das ABCB-1- Gen enthält den Bauplan für solch ein Transportmolekül, das P-Glykoprotein, das aktiv Substanzen aus dem Gehirn ins Blut zurück pumpt. Die Auswirkung des von Mensch zu Mensch leicht unterschiedlichen ABCB-1-Gens untersuchten die Forscher bei 443 Patienten.
Menschen mit einer Genvariante hatten eine 2,5-fach höhere Wahrscheinlichkeit, nach vier- bis sechswöchiger Therapie mit vom P-Glykoprotein transportierten Antidepressiva gesund zu sein. Die Studie wird im Wissenschaftsmagazin "Neuron" veröffentlicht.



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Mittwoch, 7.1.2009, 00:12:21 Uhr

Suizide


Über 90 Prozent aller Suizide werden nach Angaben der EAAD von psychisch Erkrankten begangen, die meisten davon aufgrund einer Depression. Häufigste Suizidmethoden sind Erschießen, Erhängen, Erdrosseln, Ertrinken, Überrollen und Sprung aus der Höhe. Bei den Suizidversuchen stehen mit Abstand die Medikamenten-Überdosierung an der Spitze. In der Europäischen Union nehmen sich jedes Jahr mehr als 58 000 Menschen das Leben, knapp 10 000 sind es in Deutschland, davon etwa zwei Drittel Männer. Suizid ist europaweit die zweithäufigste Todesursache bei jungen Männern und die dritthäufigste bei jungen Frauen. Etwa 14 Prozent aller Suizide werden im Alter zwischen 15 und 24 Jahren begangen. EAAD-Schätzungen zufolge fallen bei jungen Menschen auf einen Suizid 20 bis 30 Suizidversuche.



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Dienstag, 6.1.2009, 00:06:45 Uhr

Britische Ärzte: Sport statt Anti-Depressiva


LONDON (ast). Jeder fünfte britische Hausarzt verschreibt Patienten, die unter leichten Depressionen leiden, lieber sportliche Betätigung anstatt Antidepressiva. Das geht aus aktuellen Zahlen des Londoner Gesundheitsministeriums hervor.
Demnach hat sich die Zahl der Ärzte, die Patienten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS Sport verordnen, in den vergangenen drei Jahren mehr als vervierfacht. Die Kosten für die Sporttherapie werden indes nicht immer auch von der lokalen NHS-Verwaltung übernommen.
Das kritisieren Patientenverbände. "Die positiven therapeutischen Wirkungen von Sport gerade bei leichten Depressionen sind erwiesen", so ein Sprecher der Mental Health Foundation (MHF) in London. Die MHF verlangt die Kostenübernahme der Bewegungstherapie für alle NHS-Patienten. Das spare jährlich Arzneiausgaben in Millionenhöhe. Britische Hausärzte haben sich dieser Forderung angeschlossen.



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Montag, 5.1.2009, 00:04:10 Uhr

Jetzt rasch erkennbar: Depression bei Herzschwäche


Fragebogen fürs Wartezimmer entwickelt / Beantwortung dauert zehn Minuten / Jeder fünfte Patient hatte eine ausgeprägte Depression
HEIDELBERG (mut). Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine schlechte Prognose, wenn sie zudem depressiv sind. Bei diesen Patienten sind eine frühe Diagnose und eine antidepressive Therapie sehr wichtig. Heidelberger Ärzte empfehlen zur Diagnose einen Fragebogen, den die Patienten bequem im Wartezimmer ausfüllen können.
Sind Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zugleich depressiv, sterben sie deutlich früher an ihrer Herzerkrankung als Patienten ohne Depression. So starben in einer Studie mit über 1000 Herzinsuffizienz-Patienten innerhalb von sechs Monaten ein Drittel mehr, wenn zugleich eine Depression bestand. Bei einer schweren Depression war die Sterberate sogar um über 80 Prozent erhöht (Am Heart J 154, 2007, 102).
Eine frühe Diagnose von Depressionen bei Herzinsuffizienz-Patienten kann sich also lohnen. Allerdings ist die Diagnose nicht ganz einfach: Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme sind nicht nur bei Depressionen häufig, sie treten oft auch bei Herzinsuffizienz-Patienten auf.
Die Gefahr besteht, dass Ärzte solche Symptome ausschließlich auf die Herzinsuffizienz zurückführen und eine Depression übersehen, berichtet die Diplom-Psychologin Nicole Holzapfel vom Uniklinikum Heidelberg. Sie rät daher, Herzinsuffizienz-Patienten routinemäßig mit einem Frageborgen auf Depressionen zu überprüfen. Einfach sei dies mit dem Depressions-Modul des "Patient Health Questionnaire" (PHQ).
Dieser besteht aus neun Fragen mit maximal 27 Punkten (schwere Depression) und lässt sich von den Patienten in zehn Minuten im Wartezimmer ausfüllen. Zusammen mit Ärzten des Klinikums hat Holzapfel den Fragebogen bei 320 Herzinsuffizienz-Patienten geprüft (Psychosomatics 48, 2007, 112). Das Ergebnis: 29 Prozent der Patienten hatten depressive Symptome (mindestens 9 Punkte im Fragebogen), 19 Prozent hatten eine ausgeprägte Depression (mindestens 11 Punkte) und 13 Prozent hatten Suizidgedanken.
Den Patienten mit einem Punktwert ab 9 wurde eine antidepressive Therapie angeboten. Etwa ein Drittel willigte sofort ein, ein weiteres Drittel war für eine Therapie bereit, sollten sich die Symptome verschlechtern, und etwa ein Drittel lehnte antidepressive Therapie ab.



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Sonntag, 4.1.2009, 00:00:39 Uhr

Psychotherapie plus Arznei für Jugendliche mit Depression


PITTSBURGH (mut). Bei Jugendlichen mit Depressionen sollte eine Verhaltenstherapie nicht fehlen: In Kombination mit einer Arznei sorgt sie für höhere Remissionsraten als die Medikamenten-Therapie allein, bestätigt eine neue Studie.
Ein Antidepressivum ist schnell verschrieben, für eine Verhaltenstherapie ist deutlich mehr Aufwand nötig. Das ist ein Grund, weshalb Jugendliche - zumindest in den USA - bei Depression häufig nur eine Arzneitherapie bekommen.
In Deutschland sind Ärzte meist zurückhaltender mit Antidepressiva. Denn nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie soll nur bei erfolgloser Psychotherapie oder schweren Depressionen medikamentös behandelt werden - auch dann stets in Kombination mit Psychotherapie.
Dass es so wirklich den größten Erfolg gibt, bestätigt jetzt eine US-Studie mit 334 Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die auf eine achtwöchige Therapie mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) nicht angesprochen hatten (JAMA 299, 2008, 901).
Die Teilnehmer wurden für die weitere Therapie in vier Gruppen eingeteilt: Sie erhielten entweder einen anderen SSRI oder Venlafaxin, also ein Medikament aus einer anderen Wirkstoffklasse. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt zusätzlich eine kognitive Verhaltenstherapie, die andere nur Arzneien.
Die Ergebnisse nach zwölf Wochen: Die Ansprechrate lag mit reiner Arzneitherapie bei 41 Prozent, mit der Kombi aus Arznei- und Verhaltenstherapie bei 54 Prozent. Als Ansprechen wurde eine Reduktion des Wertes um 50 Prozent auf einer Kinder-Depressionsskala definiert. Keinen Unterschied machte es dagegen, ob auf einen anderen SSRI oder auf Venlafaxin umgestellt wurden.



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Samstag, 3.1.2009, 17:52:30 Uhr

Schmerzkranke haben oft Angst und Depressionen


FRANKFURT AM MAIN (ner). Schmerzsyndrome und Schlafstörungen beeinflussen sich gegenseitig. So treten bei drei von vier Schmerzpatienten Schlafstörungen auf. Umgekehrt werde das Schmerzempfinden bei gestörtem Schlaf verstärkt und die Vulnerabilität für psychische Krankheiten erhöht, berichten Psychiater.
21 Prozent der chronisch Schmerzkranken haben affektive Störungen wie Depressionen oder Dysthymien und 35 Prozent haben Angststörungen, sagt Professor Hans-Peter Volz aus Werneck. Damit kommen psychische Störungen bei Schmerzpatienten doppelt so häufig vor wie in der Allgemeinbevölkerung.
Aus dem Bundesgesundheitssurvey geht nach Angaben von Volz hervor, dass Angststörungen um so häufiger auftreten, je stärker die Schmerzsymptomatik ist. Auch umgekehrt gelte der Zusammenhang, sagte er bei einer von Pfizer unterstützten Veranstaltung beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am Main. Es komme also darauf an, bei Schmerzpatienten komorbide psychiatrische Störungen nicht zu übersehen. Allgemeinmediziner und Nervenärzte sollten nicht vergessen, bei depressiven Patienten oder bei Klagen über Schlafstörungen gezielt nach Schmerzsyndromen zu fragen.
Kombitherapie gegen Schmerz und psychische Störungen
Grund für die Komorbiditäten ist nach Angaben des Regensburger Schlafforschers Professor Göran Hajak, dass die Störungen großenteils über gemeinsame neuronale Verbindungen, etwa im aminergen Neurotransmittersystem, gesteuert werden.
Praktische Konsequenz aus den gehäuft gemeinsam auftretenden Störungen sind Kombinationstherapien mit Analgetika, Hypnotika, Psychopharmaka in Verbindung mit psychotherapeutischen Angeboten. Die medikamentösen Optionen sollten möglichst sowohl die Angststörung als auch die Schmerzen günstig beeinflussen, so Volz. Diese Bedingung erfülle von allen Medikamenten, die derzeit für die generalisierte Angststörung zugelassen sind, ausschließlich Pregabalin (Lyrica®).
Zudem würden wegen der vielseitigen Wirkmechanismen auch Schlaf und Stimmung positiv beeinflusst. Pregabalin moduliert den Kalziumeinstrom in die Nervenzellen. Dadurch werden bei neuronalen Übererregungszuständen, wie sie etwa bei neuropathischen Schmerzen vorkommen, vermindert exzitatorische Transmitter wie Glutamat ausgeschüttet. Pregabalin ist bei peripheren und zentral bedingten neuropathischen Schmerzen zugelassen.



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Samstag, 3.1.2009, 17:01:44 Uhr

Bestätigt: Johanniskraut lindert Depressionen


Hypericum bei Major Depression ähnlich gut wirksam wie synthetische Arzneien / Neuer Cochrane-Review
MÜNCHEN (mut). Auch bei ausgeprägten Depressionen ist eine Therapie mit Johanniskraut ähnlich gut wirksam wie synthetische Arzneien. Das bestätigt jetzt ein neuer Cochrane Review.

Johanniskraut zählt zu den beliebtesten Phytopharmaka.
Ein Team um Privatdozent Klaus Linde von der TU München hat für den Review 29 Studien mit knapp 5500 Patienten ausgewertet. Nachdem es beim letzten Cochrane-Bericht zu Johanniskraut Kritik gab, weil auch Studien mit nur leicht depressiven Patienten berücksichtigt wurden, wurden dieses Mal nur Studien eingeschlossen, bei denen nach DMS-IV- oder ICD-10-Kriterien eine Major Depression vorlag.

Die Patienten hatten als mindestens zwei Wochen lang Symptome, die sie im Alltag beeinträchtigten, im Schnitt hatten sie eine moderate Depression. In 18 der Studien wurden Johanniskraut-Präparate (meist 900 mg/d) gegen Placebo verglichen. Insgesamt waren die Ansprechraten mit Johanniskraut knapp 50 Prozent höher als mit Placebo. Jedoch war der Effekt stark von Studiengröße und -qualität abhängig. In neun großen Studien war die Ansprechrate mit dem Pharmakon um 28 Prozent, in neun kleineren Studien um 87 Prozent höher als mit Placebo.

Praktisch keine Unterschiede bei den Ansprechraten gab es dagegen in 17 der Studien mit einem Vergleich von Johanniskraut und synthetischen Arzneien. Dabei war das Phytopharmakon verträglicher. Die Abbrechraten waren nur ein Viertel so hoch wie mit trizyklischen Antidepressiva und nur etwa halb so hoch wie mit SSRI.
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Samstag, 3.1.2009, 16:59:24 Uhr

Serotoninmangel verursacht offenbar Winterdepression


TORONTO (ars). Eine Ursache der Winterdepression könnte ein Serotonin-Mangel im Gehirn sein. Denn kanadische Forscher haben entdeckt, dass die Bindungskapazität des Serotonin-Transporters im Herbst und im Winter höher ist als im Frühling und im Sommer.
Zudem war das Bindungspotenzial um so größer, je kürzer tags die Sonne schien. Da der Transporter Serotonin in die Nervenzellen hinein befördert, verringert sich bei erhöhter Bindung die Menge des Neurotransmitters in den Synapsen. Die Forscher untersuchten 88 gesunde Probanden mit Positronen-Elektronen-Tomografie und sammelten meteorologische Daten (Arch Gen Psychiatry 65, 2008, 1072).
Depressionen sind eng mit einem Serotoninmangel verknüpft, wie auch die Wirkung der Serotoninwiederaufnahme-Hemmer belegt. Zu den typischen Symptomen der Winterdepression gehören Energiemangel, Müdigkeit und vermehrte Nahrungsaufnahme.



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Samstag, 3.1.2009, 16:59:01 Uhr

Historischer Tiefstand bei Suizid - 2007 nahmen sich 9402 Menschen das Leben


DÜSSELDORF (dpa). Die Selbstmordrate in Deutschland ist nach Expertenaussagen auf einen historischen Tiefstand gesunken: Bundesweit nahmen sich 9 402 Menschen im vergangenen Jahr das Leben. Im Jahr 2005 lag diese Zahl noch bei 10 260, vor einem Jahrzehnt bei rund 12 000 gelegen.
Allerdings müsse man zu den Angaben des Statistischen Bundesamtes noch eine hohe Dunkelziffer unerkannter Suizide hinzurechnen, sagten Ärzte und Psychiater des "Bündnisses gegen Depression" am Dienstag in Düsseldorf. Möglicherweise liege die wirkliche Zahl um ein Viertel höher als in der amtlichen Statistik verzeichnet, hieß es zum Welttag der Suizid-Vermeidung an diesem Mittwoch.
Laut Statistik starb 2007 in der Bundesrepublik im Schnitt alle 47 Minuten ein Mensch durch eigenen Entschluss. Trotz stetig sinkender Suizidrate, die vermutlich auf bessere Beratung und Behandlung bei Depressionen und einer "Enttabuisierung" dieses Themas zurückzuführen sei, kommen nach Expertenangaben immer noch mehr Deutsche durch Freitod ums Leben als durch Verkehrsunfälle, Drogen und Gewaltverbrechen zusammen.
Psychiater fordert Zurückhaltung bei Berichten über Suizide
Besondere Zurückhaltung in der Medien-Berichterstattung über Selbsttötungen forderte der Düsseldorfer Psychiater Privatdozent Tillmann Supprian. Genaue Schilderung von Ort und Methode fördere den Nachahmereffekt. Supprian: "Wenn sehr konkret eine bestimmte Brücke beschrieben ist, steigt die Suizid-Quote dort."
Bis zu 70 Prozent aller Selbsttötungen gingen auf eine Depression zurück. Dies sei "eine gut behandelbare Erkrankung, aus der man aber allein nicht herauskommt", erklärten die Experten. "Mit Sicherheit" kündigten mehr als die Hälfte der Suizid-Gefährdeten ihre tödliche Absicht an, sagte die Psychiatrie-Oberärztin der Rheinischen Kliniken Düsseldorf, Dr. Birgit Janssen: "Es ist wichtig, dass man Hinweise ernst nimmt."
Die Suizidrate liegt im Osten höher als im Westen - aber warum?
Aus unbekannten Gründen liege die Zahl der Selbstmorde im Osten Deutschlands deutlich höher als im Westen, sagte Janssen. Dies habe nichts mit der DDR-Vergangenheit oder den wirtschaftlichen Problemen der Region zu tun. "Dieses Phänomen kannte man schon vor dem Zweiten Weltkrieg", erklärte die Ärztin.
In der Statistik für 2005 lag Nordrhein-Westfalen auf dem letzten Platz der Bundesländer, Sachsen hingegen an der Spitze, schilderte Janssen. Besonders häufig nahmen sich Menschen in den mittleren Lebensjahren und in höherem Alter das Leben. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren belief sich die Zahl der Selbsttötungen auf 23.
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Samstag, 3.1.2009, 16:58:35 Uhr

Frauen mit Brustkrebs sind häufig depressiv


GENF (sh). Frauen mit Brustkrebs leiden vermehrt unter Depressionen und haben eine schlechtere psychische Lebensqualität.
Dies berichtete die griechische Arbeitsgruppe um P. Heras bei Weltkrebskongress in Genf. Bei 4 Prozent der 27 Brustkrebspatientinnen im Alter zwischen 51 und 77 Jahren wurden anhand der Psychological General Well Being Skala (PGWB) spezifische depressive Symptome festgestellt. Anpassungsstörungen traten bei 10 Prozent und Schlafstörungen bei 50 Prozent auf. Das Ausmaß der Depression korrelierte mit der Schwere der Krebserkrankung.
Dieser nicht unbedingt überraschende Befund belegt einmal mehr, dass eine entsprechende psychologische Betreuung dieser Patienten nützlich ist.



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Samstag, 3.1.2009, 16:58:11 Uhr

Therapie auch bei leichter Depression


Umstrittene Meta-Analyse zu Antidepressiva für die Praxis wenig bedeutsam / Ansprechraten sind aussagekräftiger
Depressionen gehören mit einer durchschnittlichen Prävalenz von zehn Prozent weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge werden sie bis 2020 in der Liste häufiger Erkrankungen an zweiter Stelle stehen. Die gesellschaftliche Relevanz liegt vor allem in der großen Gefahr von Suiziden: Bis zu 15 Prozent der depressiven Patienten nehmen sich das Leben.
In Deutschland beträgt die 12-Monatsprävalenz von Depressionen 15 Prozent bei Frauen und 8 Prozent bei Männern, mit einem Häufigkeitsgipfel in der 4. bis 5. Lebensdekade. Die Krankheit verläuft mehrheitlich unipolar. Außerdem rezidiviert sie leicht: Nach einer zweiten depressiven Episode liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere bei 70 Prozent, nach einer dritten bei 90 Prozent. Die Empfehlung lautet daher, bereits nach der zweiten oder spätestens nach der dritten Episode dauerhaft zu therapieren.
Nicht nur die psychische Komorbidität - etwa mit Angststörungen, Alkohol- oder Substanzmissbrauch - ist hoch, sondern depressive Störungen gehen auch gehäuft mit internistischen Krankheiten wie KHK oder Diabetes einher und vice versa. So hat etwa ein Fünftel der Herzinfarkt-Patienten zum Zeitpunkt des Ereignisses eine Depression, und umgekehrt erkranken ebenso viele Infarkt-Patienten nach dem Ereignis an Depressionen. Daher lohnt es sich, bei solchen Patienten nach einer Depression zu fahnden und sie zu behandeln, zumal eine Studie bestätigt: Bei depressiven Infarkt-Patienten war die Sterberate innerhalb von fünf Jahren nach dem Ereignis um 70 bis 80 Prozent höher als bei nicht-depressiven Infarkt-Patienten.
Die Therapie mit Antidepressiva allerdings ist kürzlich in die Kritik geraten, denn in einer Meta-Analyse waren sie bei leichten und mittleren Depressionen kaum effektiver als Placebo, nur bei schweren Formen wirkten sie deutlich besser. Nach Angaben von Professor Hans-Jürgen Möller aus München vermittelt diese Analyse jedoch ein falsches Bild. Aussagekräftiger für den Einzelfall seien die Ansprechraten: Sie ergäben Differenzen von etwa 20 Prozentpunkten zwischen Verum und Placebo.
Das entspreche einer Number-Needed-to-Treat von 5 und damit einer mittleren bis starken Wirksamkeit. Nivellierend wirke in Depressionsstudien der hohe Placebo-Effekt, der dadurch entsteht, dass die Teilnehmer intensiv betreut werden. Möllers Fazit: "Ich würde auch Patienten mit leichter Depression raten, ein Antidepressivum zu nehmen, denn es kann sich sonst eine schwere entwickeln."



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Samstag, 3.1.2009, 16:57:46 Uhr

Antidepressivum schützt Patienten nach Schlaganfall


NEU-ISENBURG (eis). Der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Escitalopram schützt Patienten mit Schlaganfall wirksam vor Depressionen. Das hat eine Studie mit 176 Schlaganfall-Patienten ergeben (JAMA 299, 2008, 2391).
Binnen drei Monaten nach dem Hirninfarkt wurde je ein Drittel von ihnen über ein Jahr entweder per Zufallsauswahl mit dem Medikament oder mit Placebo behandelt, oder sie bekamen eine Gesprächstherapie.
Ergebnis: Von den Patienten, die Placebo erhalten hatten, bekamen 22 Prozent eine Depression. Von denen, die mit dem Antidepressivum behandelt wurden, waren es 9 Prozent und in der Gruppe, die eine Gesprächstherapie erhalten hatten, waren es 12 Prozent. Depressionen sind nach Schlaganfall häufig und verschlechtern die Prognose der Patienten.



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Zu früh gefreut

Mal wieder was von mir:

Ältere Mütter haben häufiger Psychosen

Depression ist „der unsichtbare Feind“ der Europäer

Statusbericht für heute

Promethazin - Die Bremse für das Kopfkarussell

Australien-Star spricht über seine Depressionen

Ich nochmal

Depressive Jungs

Depressionen



Fortsetzung von gestern
Hochbegabte sind oftmals schlau, selbstgenügsam und - isoliert
Manisch-Depressive leben gefährlich
Angehörige von Depressiven leiden auch - ich merk's
Karl erzählt


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Von: Krank
Kommentar:
Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar:
Lieber Karl...

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Von: Tom L.
Kommentar:
Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar:
Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.

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Von: ElliVanelli
Kommentar:
Hallo Karl

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