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Dienstag, 25.11.2008, 20:36:25 Uhr
Ich hab ja am letzten Samstag mit Karl ein Treffen ausgemacht, für heute Abend. Und was soll ich Euch, liebe Leser, sagen? Er war nicht zu Hause! Hat aber auch vorher nicht angerufen, daß der Termin platzt.
Super, Karl!
Ich verballer meinen Feierabend, so nebenbei wollt ich ihm ja auch helfen, und er verpisst sich einfach? Sein Handy ist auch aus... Na Klasse!
Na warte, wenn er sich nicht rührt, dann ich auch nicht mehr!
Dienstag, 25.11.2008, 20:36:06 Uhr
Eigenständigkeit und ein stabiles Selbstwertgefühl haben in einer Beziehung eine entscheidende Bedeutung für die psychische Verfassung der Partner. Wer zu viel Gewicht und Bedeutung in die Beziehung legt, macht sich selbst von der Beziehung abhängig.
Wer zu viel Gewicht und Bedeutung in die Beziehung legt, macht sich selbst von der Beziehung abhängig und neigt in schweren Zeiten schneller als andere zu Ängsten und Depressionen.
In einer Studie der Universität Houston haben Forscher festgestellt, dass Menschen, deren Selbstwertgefühl stark von der Beziehung abhängt, schon bei kleineren Anlässen oftmals am Boden zerstört sind. Ihre Abhängigkeit führt leicht zu Missverständnissen in der Kommunikation mit dem Partner und Fehlinterpretationen von Äußerungen des anderen. Streitigkeiten sind die Folge, negative Gefühle und Ängste verstärken sich. Bei Menschen, deren Selbstbewusstsein in hohem Umfang von der Beziehung beeinflusst wird, zeigen sich laut der Berufsverbände deutscher Neurologen und Psychiater bei der Reaktion auf negative Ereignisse Auffälligkeiten: Betroffene fühlen sich schlecht, unabhängig davon, wodurch ein Streit entsteht oder wer ihn ausgelöst hat. Sie reagieren meist spontan und impulsiv. Geht in der Beziehung etwas schief, können die Abhängigen dies nur schwer von sich selbst trennen.
Bei Streitereien in der Beziehung ist es meist besser, einen Moment Ruhe zu bewahren und zu überlegen, wie man die Situation am besten handhaben könnte. Menschen, die um ihre Abhängigkeit vom Partner wissen, sollten dies üben und sich zusätzlich andere Dinge oder Beschäftigungen suchen, aus denen sie Bestätigung ziehen können. Wer sich die Gefährdung in einem frühen Stadium einer Beziehung bewusst machen kann, verbessert die Chancen der Partnerschaft. Auch hilft dies den Beteiligten rechtzeitig festzustellen, dass man nicht für eine Beziehung geeignet ist.
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Samstag, 22.11.2008, 20:32:32 Uhr
Ich hab den Karl übrigens gestern wirklich noch angerufen. Mann, muß es dem schlecht gehen. Er sagt, er ist immer noch krankgeschrieben. Er hat auch schon einen Zettel von seiner Krankenkasse bekommen, von wegen Krankengeld. Nur ausgefüllt hat er den noch nicht. Er schaffts nicht, sagt er. Ich sagte ihm dann, daß er aber kein Geld kriegt, wenn die den Wisch nicht zurückbekommen. Auch egal, meinte er...
Er war die Woche auch wieder beim Arzt, und der riet ihm dringenst, sich einen Therapeuten zu suchen.
Ich denke, ich werd' dem Karl da helfen müssen!
Samstag, 22.11.2008, 20:31:42 Uhr
In den Wintermonaten fühlt man sich oft schlapp und antriebslos. Grund für die saisonal bedingte Schwermut ist häufig schlichtweg der Mangel an Licht. Wegen der Dunkelheit produziert der Körper das Glückshormon Serotonin nur in sehr geringen Mengen. Ein Besuch im Solarium hilft bei diesem Problem nicht weiter. „Die Sonnenbank ist kein Ersatz für das natürliche Sonnenlicht“, betont die Leipziger Psychologin Katharina Kitze von der „Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)“.
Um die Serotonin-Produktion im Körper anzukurbeln, müsse das Licht über die Netzhaut aufgenommen werden, erklärt Kitze. Im Sonnenstudio seien die Augen aber meistens verdeckt, weil die künstliche Strahlung das Sehorgan schädigen könne. Die künstlichen Lichtstrahlen auf der Haut böten keinen geeigneten Ersatz, um die Stimmung anzuheben.
In eine normale Glühbirne oder Lampe zu blinzeln, ist nach Angaben der Psychologin auch keine Alternative. „Sie sind nicht hell genug, um einen Effekt zu erzielen“, sagt Kitze. Lediglich spezielle Lampen, die in der psychiatrischen Lichttherapie verwendet werden, können die Wirkungen des Sonnenlichts imitieren.
Eine solche Lichttherapie setzen Ärzte zum Beispiel bei Menschen mit Depressionen ein. „Am besten ist die Wirkung morgens gleich nach dem Aufstehen“, erläutert Kitze. Die Patienten säßen in der Regel etwa eine halbe oder eine Stunde lang vor einer speziellen, gleißenden Lichtquelle. „Sie können dabei auch lesen oder etwas anderes tun, müssen aber regelmäßig ins Licht schauen“, sagt die Psychologin.
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Freitag, 21.11.2008, 20:27:26 Uhr
Und wieder eine Woche 'rum... Karl hat sich nicht gerührt bei mir... Und ich hab 'nen schlechtes Gewissen, daß ich mich bei ihm nicht gemeldet hab. Ich rufe nachher mal an, was los ist bei ihm.
Natürlich habe ich mich inzwischen wieder etwas schlaugelesen, besonders über "Depressionen und Angehörige", obwohl ich ja kein Angehöriger bin, sondern "nur" ein Freund. Und natürlich habe ich auch darüber gelesen, daß es passieren kann, daß Angehörige das gleiche durchmachen, das auch ich gerade erlebe: Auch mal wütend und zornig werden auf den Kranken, weil man einfach nicht weiß, was man tun soll. Ich nehme mir auf jeden Fall vor, daß unter Kontrolle zu halten und es ihm nicht zu zeigen.
Freitag, 21.11.2008, 20:26:26 Uhr
Immer häufiger müssen Kinder psychiatrisch behandelt werden, weil sie sich vor Lehrern und Klassenkameraden fürchten oder sich nicht von der Mutter trennen wollen. Rund 10 Prozent eines Schuljahrgangs: Schweizweit werden rund 33'000 Kinder und Jugendliche psychiatrisch behandelt.
Rund 10 Prozent eines Schuljahrgangs: Schweizweit werden rund 33'000 Kinder und Jugendliche psychiatrisch behandelt. Bild: Keystone
Sie fürchten sich vor Lehrern und Klassenkameraden oder wollen sich nicht von der Mutter trennen: Immer häufiger müssen Kinder psychiatrisch behandelt werden, weil sie an Störungen leiden, die nicht von selbst verschwinden.
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Freitag, 14.11.2008, 20:22:21 Uhr
Also ich habe jetzt schon ein paar Tage nicht mehr angerufen bei Karl, weil irgendwie nervt es mich, daß ich ihm dauernd hinterhertelefonieren und hinterherlaufen muß. Er rührt sich von alleine ja auch nie... Un dann ständig das gejammere von ihm. Und obwohl ich weiß, daß das von seiner Krankheit, der Depression kommt, geht's mir doch etwas auf dem Keks manchmal. Ich wart auf jeden Fall erst mal ab, ob er sich mal rührt...
Freitag, 14.11.2008, 20:22:01 Uhr
Depressionen sind kein Kinderkram: Mehrere Tausend betroffene Männer nehmen sich jährlich das Leben
Wir sehen es relativ locker, wenn unsere Augen nachlassen. Das Heuschnupfen-Hatschi gehört fast schon zum guten Ton ("Ach, du auch?"). Sogar zu Erektionsproblemen kann man spätestens seit Viagra ganz offen stehen. Männer haben scheinbar keine Probleme mehr, mit ihren gesundheitlichen Problemen offen umzugehen – außer, sie sind psychischer Natur.
Rund fünf Prozent der Deutschen leiden an Depressionen, doch kaum einer redet darüber. Schon gar nicht die Männer. Zu groß die Befürchtung, nicht ernst genommen zu werden ("Ach komm, jeder hat mal 'nen schlechten Tag!"), zu stark die Angst, als Schwächling zu gelten, der nicht mal mit dem normalen Alltag zurechtkommt. "Dabei reden wir hier über eine oft lebensbedrohliche Erkrankung", so Professor Ulrich Hegerl von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe im Interview auf Seite 98 des am 14. Februar erscheinenden Heftes. 10 bis 15 Prozent aller an schweren Depressionen leidenden Menschen nehmen sich das Leben, vor allem Männer. Jedes Jahr in Deutschland ungefähr 5000, schätzen Experten.
5000 depressive Männer, die bei rechtzeitiger, konsequenter Behandlung in ein normales Leben zurückgefunden hätten. Denn die meisten Depressionen sind heute mit speziellen Medikamenten und Psychotherapie gut zu behandeln. Es wird also Zeit, dass wir Männer unsere Grenzen erkennen und Warnsignale richtig deuten (unser Selbsttest auf Seite 97 hilft dabei). Und wir müssen lernen, im Ernstfall Hilfe zu akzeptieren, anstatt immer weiter funktionieren zu wollen. Keine Krankheit verschwindet, indem man sie einfach ignoriert. Eine Blinddarmentzündung genauso wenig wie Depressionen.
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Mittwoch, 5.11.2008, 20:21:45 Uhr
Für etwa jeden dritten Menschen ist erholsamer Schlaf ein kaum erreichbarer Zustand. Neben Einschlaf- und Durchschlafstörungen gehört auch das Schnarchen zu den häufigsten Problemen während der Nachtruhe. "Hauptsache Gesund" entlarvt die großen Feinde des erholsamen Schlafes und zeigt, mit welchen Waffen man sie besiegen kann.
Häufiges Gähnen kann ein Zeichen für eine Schlafstörung sein Von alters her gilt der Schlaf als der "kleine Bruder des Todes". Dabei können wir ohne ihn nicht leben. Schlaf ist Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden, oder wie es der Philosoph Arthur Schopenhauer formulierte: "Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr." Wer nicht einschlafen kann, dessen "Uhrwerk" läuft nicht mehr rund.
Doch nicht bei jedem Menschen, der glaubt zu wenig zu schlafen, liegt tatsächlich eine Schlafstörung vor. Oft wird falsch eingeschätzt, wie viel Schlaf normal ist. Ältere Menschen benötigen weniger Schlaf als Junge. Während Säuglinge fast ständig schlafen und junge Menschen acht bis neun Stunden brauchen, sind im Alter sechs Stunden oder weniger genug. Das gilt als normales altersabhängiges Schlafbedürfnis und ist keine Störung. Probleme entstehen dann, wenn der Tagesablauf diesem veränderten Bedürfnis nicht angepasst wird, wenn also aus Gewohnheit oder Langeweile zu früh zu Bett gegangen wird oder mit einem überflüssigen Mittagsschlaf die tägliche Schlafenszeit bereits zum Teil verbraucht ist.
Schlaflos trotz Erschöpfung ...
Mittwoch, 5.11.2008, 20:16:30 Uhr
Ich habe heute bei Karl mal so angerufen, mal schaun wie's schaut... Karl ist heute wieder frühzeitig von der Arbeit nach Hause und gleich ab zum Arzt. Der hat ihn gleich wieder 'ne Woche krankgeschrieben. Ich sagte ihm, daß er dann jetzt in's Krankengeld fallen würde und er weniger Kohle kriegen würde. Er hatte das gar nicht auf dem Schirm und war zwar etwas geplättet, aber so richtig umgehauen hat's ihn auch nicht. Er sagte mir, er fühle sich wie in Watte gepackt, er kriege gar nix mehr auf die Reihe... So langsam würden die Medikamente, die er immer noch nimmt, wohl anschlagen...
Mittwoch, 5.11.2008, 20:15:42 Uhr
Neue tiergestützte Behandlung in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen
Bevor sie das erste Mal auf der Stute "Nelli" saß, hatte Irene Weller (Name geändert) mit Pferden wenig am Hut. Überhaupt interessierte die 53-Jährige schon lange nichts mehr. Wochenlang verließ die arbeitslose Kauffrau kaum das Bett, schlief oder döste mehr als zwölf Stunden am Tag und ignorierte jedes Klingeln des Telefons. Stattdessen grübelte sie viel - alles erschien ihr schrecklich sinnlos. Frau Weller litt an einer schweren Depression. Besorgte Freunde brachten sie schließlich in die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen in der Licher Straße. Als sie in eine stationäre Therapie einwilligte, wünschte sie sich nur "endlich wieder besserer Stimmung zu sein und nicht nur antriebslos im Bett zu versacken". Dass ihr dabei ein Pferd helfen würde, hätte sie zu diesem Zeitpunkt für Unsinn gehalten. Doch wenn man sie nach einigen Wochen Behandlung beobachtet, sieht man einen deutlichen Fortschritt: Sie wirkt entspannter, kann besser schlafen und hat, mit der Freude auf die wöchentlichen Therapiestunden, wieder insgesamt mehr Antrieb und Lebensfreude zurückerhalten. So oder so ähnlich sehen die Ergebnisse aus, die man häufig im Verlauf einer tiergestützten Therapie beobachten kann. Tiergestützte Therapien können - wie auch wissenschaftlich belegt wurde - andere therapeutische Maßnahmen sehr sinnvoll ergänzen. Vielfach sind Pferde hervorragende "Therapeuten", nehmen sie doch den Menschen an, so wie er ist. Die Interaktion zwischen Mensch und Pferd ist nonverbal, eine überwiegend analoge Kommunikation, das heißt, die Sprache steht im Hintergrund. Körperliche Ausdrucksfähigkeit, Gestik, emotionale Intention und die Echtheit der Beziehung sind wesentlich bei dem gemeinsamen Erleben mit dem Pferd, hinzu kommen Körperwahrnehmung und Körperkontrolle (Balance) beim Reiten. Die direkten Reaktionen des Pferdes lassen die Aufmerksamkeit fokussieren, sie können als Spiegel von Seelenzuständen erlebt und genutzt werden und verhelfen zu Entspannung und Selbstbewusstsein. Dies sind unter anderem die Gründe, warum seit September dieses Jahres die Therapie mit den Pferden erstmalig in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen angeboten wird. Der Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. med. Dipl.-Psych. Matthias J. Müller erklärt: "Zwischen Pferd und Mensch entsteht ein Bewegungsdialog, der Anspannungen löst und Ressourcen aktiviert (Empowerment)". Einmal in der Woche fährt die leitende Ergotherapeutin der Gießener Klinik, Ursula Ritter, mit einer kleinen Gruppe Patienten in einem Kleinbus von Gießen in die Gemeinde Schöffengrund. In dem kleinen Ortsteil Oberwetz wartet Monika Prinz, die Inhaberin des Zucht- und Ausbildungsstalls "Dülmener vom Köhlerberg" mit ihrer Herde Ponys auf sie. Diese eignen sich aufgrund ihrer besonderen Charaktereigenschaften besonders für die Arbeit auch mit völlig pferdeunerfahrenen Menschen. Sind sie doch nervenstark, freundlich und zutraulich und wegen ihrer Robusthaltung sehr ausgeglichen. In der besonderen Landschaft des Vordertaunus können Patienten neue Erfahrung sammeln, bewegen und entspannen und mit Hilfe der Pferde an ihren seelischen Problemen arbeiten. ...
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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