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Montag, 27.10.2008, 19:58:10 Uhr
Hier also die Fortsetzung von gestern...
Während Karls Frau also wieder in ihr altes Leben zurückkehrte, blieb er immer weiter zurück in seiner Stagnation. Sie ging wieder vermehrt aus, ging zu Freunden und lernte sogar neue Menschen kennen, er zog sich immer weiter zurück. "Hausie" nennt er sich, also jemanden, der am liebsten zu Hause ist. Und auch der Kontakt zu seinem Sohn wurde immer weniger, da er ja auch inzwischen in's Alter kam, wo man schon öfters mal nicht zu Hause ist. Karl brokelte also meist alleine zu Hause rum, während seine Familie ohne ihn weg war... Naja, mal so unter uns: Na klar geht das nicht auf die Dauer gut... Nur hat das der liebe Karl eben nicht bemerkt, und selbst wenn er es bemerkt hätte, hätte er es nicht ändern können, glaube ich.
Es kam also, wie es kommen mußte: Er und seine Frau entzweiten sich so nach und nach, sie lebten sich auseinander. Und schließlich, sagte er mir, hatte sie wohl anscheinend eine Affäre mit einem Arbeitskollegen. Nicht, daß er es genau wüßte, aber sie machte eine zeitlan häufig täglich Überstunden, manchmal roch er Männerparfüm... Armes Schein! Und er sagte mir auch, er hätte damals nicht die geringste Kraft gehabt, etwas dagegen zu tun...
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Montag, 27.10.2008, 19:57:32 Uhr
Ein Buch gibt Tipps, wie man(n) sein Leben verbessern kann. Man findet kein explizites Wort über die Wechseljahre des Mannes.
„Die Wechseljahre des Mannes“ nennt sich ein Buch mehrerer deutscher Ärzte. Man kann das Buch von vorne bis hinten lesen und auch von hinten nach vorne, man findet kein explizites Wort über die Wechseljahre des Mannes. Kein Wort, ob es diesen männlichen Wechsel überhaupt gibt und wie er sich äußern könnte. Viele Experten bezweifeln ja, dass es die oft propagierten Wechseljahre des Mannes tatsächlich gibt. Ob Beschwerden wie Libidoverlust, Depressionen und Abnahme der Leistungsfähigkeit tatsächlich auf den Testosteronrückgang zurückzuführen sind, scheint nicht erwiesen.
Da sich die Autoren in den einzelnen Beiträgen jedoch vornehmlich dem Thema Bauchfett widmen und daneben die Themen Ernährung, Bewegung, Erektionsstörung und Hormonhaushalt streifen, gehen sie offenbar davon aus, dass diese Themen den männlichen Wechsel ausmachen.
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Montag, 27.10.2008, 11:42:24 Uhr
Sie gelten als eigenwillig, selbstbestimmt und ernst – der Umgang mit überdurchschnittlich intelligenten Kindern stellt sowohl Eltern als auch Schulen vor große Probleme.
Als Leon zur Welt kam, schrie er die erste Zeit ohne Unterbrechung. Nachts schlief er kaum, den Blickkontakt mit anderen Menschen mied er. Auch Spielen mit anderen Kindern war unmöglich. Die Diagnose des Arztes war für Leons Mutter ein Schock: Autismus und Wahrnehmungsstörungen. Doch im Alter von drei Jahren begann Leon, der zuvor nie ein Wort gesagt hatte, zu sprechen – in vollständigen Sätzen und grammatikalisch korrekt. Wieder ging seine Mutter mit ihm zum Arzt. Dessen Urteil lautete nun: Hochbegabung. Ein Test wies bei Leon einen Intelligenzquotienten (IQ) von 137 nach.
Der Bochumer Diplompsychologe Hagen Seibt beschäftigt sich seit rund 15 Jahren mit diesem Thema und weiß, was Mutter und Sohn durchgemacht haben. „Hochbegabte Kinder haben meist niemanden, mit dem sie sich austauschen können, und leiden sehr darunter“, erklärt Seibt, der im Berufsverband Deutscher Psychologen den Arbeitskreis „Hochbegabte/Potenziale“ leitet.
Mangel an pädagogischen Ansätzen Mit der Diagnose enden die Probleme in den seltensten Fällen. „Es gibt kaum vernünftige pädagogische Ansätze für die Behandlung hochbegabter Kinder. Auch das Schulsystem ist nicht auf Hochbegabte ausgerichtet“, kritisiert Seibt. Oft lasse man solche Kinder lediglich ein oder zwei Klassen überspringen. Das sei viel zu wenig. „Auch das Sozialverhalten und die emotionale Entwicklung müssen speziell gefördert werden“, fordert der Psychologe. ...
Montag, 27.10.2008, 11:42:20 Uhr
In der dunklen Jahreszeit und gerade nach der Weihnachtszeit leiden mehr Menschen unter Verstimmungen und Depressionen und sind passiver als im Sommer. Gleichzeitig haben sich möglicherweise nach den Festtagsschlemmereien einige unerwünschte Pfunde angesammelt – nur fehlt bei dem kalten Wetter die Motivation, sich zum Sport aufzuraffen. Dabei kann das Treiben von Sport durchaus viel zur Stimmungsaufhellung beitragen, wie in jüngerer Vergangenheit wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Dieser Sachverhalt wird näher beleuchtet im Buch „Fitness für die Seele“ von Grit Moschke und Dr. Mathias R. Schmidt, das bereits in der zweiten Auflage im GU Verlag erschienen ist.
Die Autoren unterscheiden zwischen Stimmungsschwankungen, Stimmungstief und starker Verstimmtheit. Unabhängig von eventuellen weiteren Maßnahmen geben sie für jede Gemütslage die passende Strategie an die Hand, um wieder in Bewegung zu kommen. Dabei richtet sich „Fitness für die Seele“ gleichermaßen an die Betroffenen selbst wie an deren Angehörige und an Personal Trainer. Letztere können so wertvolles Hintergrundwissen in den Bereichen Stimmung und Depression erwerben.
Der Fokus liegt mehr darauf, überhaupt wieder in Bewegung zu kommen, als sportliche Höchstleistungen zu erzielen. Die Einstiegshürde liegt niedrig; ein leichtes Training ist schließlich nahezu überall möglich. Vor allem beim Training an frischer Luft lassen sich deutliche Verbesserungen erzielen. Gerade im kalten und dunklen Winter ist es wichtig für die Psyche, dass sie dennoch ihre tägliche Portion Tageslicht bekommt. Insofern ist der positive Effekt des Sporttreibens an der frischen Luft auf die Stimmung derzeit ein doppelter. Mit den Tipps der Autoren können auch Sportmuffel ihren inneren Schweinehund überwinden und ein leichtes Training beginnen. Damit schmelzen Stimmungstiefs und gleichzeitig die Pfunde.
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Sonntag, 26.10.2008, 19:29:54 Uhr
Also ich war ja gestern bei Karl, hier der zweite Teil von dem, was er mir so erzählt hat: Seine Frau ist ja inzwischen zu ihren Eltern gezogen, bis sie eine eigene Wohnung hat. Was auf den ersten Blick vielleicht herzlos erscheint (wie kann die den Karl in seiner schwersten Zeit so einfach verlassen) hat natürlich seine Gründe und natürlich seine eigene Vorgeschichte.
Karl erzählt mir nämlich, daß es ihm bereits seit fast einem Jahr sehr schlecht geht. Angefangen hat es damals, als seine Mutter gestorben war, zu der er einen sehr engen Kontakt hatte. Sein Vater war übrigens schon vor 5 Jahren verstorben, nach einer längeren Krebserkrankung.
Wie er mir erzählte, und wie ich mich erinnere, daß er auch schon früher manchmal davon sprach, waren die letzten 2 Jahre seiner Mutter wohl ebenfalls nicht einfach. Aus Gram wegen dem Tod ihres Mannes wurde seine Mutter immer ruhiger und verlor zusehends die Freude am Leben. Es ist ja oftmals so, daß Frauen in kurzen Zeitabständen nach ihren Männern versterben. Jedenfalls war seine Mutter das letzte halbe Jahr vor ihrem Tod bettlägerig und offenbar auch sehr depressiv, so daß er und besonders auch seine Frau die alte Dame pflegen mußten. Pflegegeld gab es noch nicht, das war alles erst beantragt, so daß für eine Pflegerin keine Mittel da waren. Dies alles hat Karl und natürlich auch seine Frau wohl sehr belastet.
Übrigens, so nebenbei: Ich habe inzwischen schon öfters gelesen, daß Kinder, die ihre Eltern üner einen längeren Zeitraum pflegen, in große psychische geraten können. Woran das liegt, weis man natürlich nicht genau, dass es aber so ist, scheinen Studien zu belegen. Hut ab also vor jedem, der seine Eltern selber pflegt. Aber das, wie gesagt, nur am Rande...
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Samstag, 25.10.2008, 23:27:51 Uhr
Heute ist ja endlich mal Wochenende, so daß ich endlich mal genug Zeit hatte, mit Karl zu reden. Nachdem ich gestern einen Termin mit ihm abgesprochen habe, bin ich heute Nachmittag also zu ihm hin. Auf die paar Flaschen Bier verzichtete ich gleich von vornherein...
Bei Karl sah es etwas unordentlich aus, was ich leider sagen muß. Anscheinend hat er schon seit Tagen nichts mehr im Haushalt gemacht, das Geschirr stapelt sich in der Küche, zudem lag im Bad lauter schmuddelige Wäsche herum, wohl die der ganzen Woche. Aufräumen ist wohl nicht. Und da seine Frau nicht da ist, macht die es natürlich auch nicht mehr. Früher hätte man darüber gewitzelt, so von wegen grüner Witwer oder so, oder sturmfreie Bude, aber in dieser Situation bekommt das Ganze ein ganz anderes Gewicht. Da macht man sich schon so seine Gedanken, wie es mit ihm weitergehen soll.
Er selbst schien mir auch etwas übernächtigt. Er sagt, erkönne nachts kaum mehr schlafen, und da ich jetzt da bin, fiele sein Schlaf jetzt ebenfalls flach. Äh, soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben? Na ich überhöre das einfach mal.
Seine Medikamente bringen übrigens, nach seiner Meinung, immer noch nichts, außer daß er inzwischen ein Kilo zugenommen hat, kaum mehr aus dem Bett komme (tagsüber) und, was ich so noch nicht gelesen oder gehört habe, andauernd Schluckauf hat. Er sagte auch, daß er in dieser Woche wieder ein mal beim Arzt war, zum Einen wegen einer untersuchung, zum Anderen wegen der Krankschreibung bzw. weil er am Montag wieder arbeiten soll. Also so rein Untersuchungstechnisch ist alles im grünen bereich, außer eben der Depri, und das mit der Krankschreibung ließe sich nicht ändern, bzw. Karl müßte eben dann vom Krankengeld leben. Aber eben genau das ginge nicht, sagt Karl. Er hätte noch einen Kredit am Laufen, außerdem kündigte seine Frau schon an, daß sie mach dem Auszug natürlich Unterhalt für seinen Sohn zahlen müsse.
Na Klasse, dachte ich mir, das sind ja super Aussichten... ...
Dienstag, 21.10.2008, 20:17:01 Uhr
Ich habe heute mal wieder kurz bei Karl vorbeigesehen. Er wirkte recht ruhig auf mich, eigentlich zu ruhig für den Karl, den ich von früher her kenne. Er sagte mir, daß seine Frau und sein Sohn jetzt erstmal bei Ihren Eltern wohnen werden, bis sie endgültig ausziehen. Außerdem muß er ab nächster Woche wieder zur Arbeit gehe, und da hat er richtig Panik vor. Er ist doch immer noch den ganzen Tag müde und kann sich gar nicht vorstellen, morgens aufzustehen und den ganzen Tag zu arbeiten. Zudem sagte er mir, daß er fast die ganze Nacht wach liegt und meist tagsüber schläft. Auweia, wie will er da arbeiten? Das blöde ist nur, daß nach 6 Wochen automatisch Krankengeld gezahlt wird, und das kann er sich nicht leisten, sagt er. So ein Mist, ich weiß auch nicht, was ich ihm da raten soll...
Mittwoch, 15.10.2008, 19:44:08 Uhr
Der Karl, mein Freund, hat sich heute, nach einer Woche, wieder bei mir gemeldet.
Was denn los sei mit ihm, und wie es ihm so geht, weil er doch seit gut 'ner Woche seine "neuen" Medikamente einnimmt. Psychopharmaka... Teufelszeug oder ein Geschenk des Himmels? Also ich für mich würde sowas ja nie nehmen! ...Sag ich jetzt so... Aber wenn es mir so dreckig gehen würde wie Karl, was würde ich dann sagen?
Karl jedenfalls sagt, daß er sich noch nicht besser fühlt. Außer, daß er die letzten Tag sehr müde war und eigentlich den ganzen Tag gepennt hat. Ob das von den Medis kommt? Wahrscheinlich...
Und er sagte mir, daß seine Frau zu ihm gesagt hat, daß sie bis Weihnachten eine eigene Wohnung sucht, sie will nicht mehr so mit ihm weiterleben. Ständig gehe es ihm schlechter und schlechter, jetzt penne er auch noch den ganzen Tag und nehme Psychopharmaka. Auweia... Tolle Frau! Kaum geht's ihm mal schlecht, schon ist sie weg. Dabei wollte ich doch sowieso mal mit ihr reden, ich denke, jetzt wird es endgültig Zeit dafür. Karl ist natürlich am Boden zerstört, eigentlich zumindest, aber wie es mir so vorkommt, ist ihm das sogar schon egal. Na wenigstens was, man stelle sich vor, er würde sich da jetzt auch noch hineinsteigern. Mensch Karl, armes Schwein... ...
Mittwoch, 8.10.2008, 19:36:07 Uhr
Ich habe übrigens nochmal nachgelesen wegen der Medikamente, die der Karl jetzt nehmen soll. Johanniskraut ist ja angeblich zu schwach für ihn.
Das Medikament, das er bekommen hat, hat so einige Nebenwirkungen, wie ich inzwischen herausgefunden habe. Da steht was von "nicht mehr verkehrstüchtig", von "eingeschränktem Wahrnehmungsvermögen" usw. Autsch! Sowas soll gesund machen? Da sind die anderen nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerz, verstärkter Hunger usw. ja noch als human zu bezeichnen. Also ich als gesunder würde die Krise kriegen, wenn ich sowas nehmen sollte. Wie mag es da jemandem gehen, der psychisch eh schon angeschlagen ist? Ich hab Karl das gefragt, die Antwort war (wie hätte es auch anders sein können): Egal, mir gehts's eh schlecht, da kommts da auch nicht drauf an. O Mann, hatt der 'ne Einstellung. So kenn ich ihn gar nicht!
Und übrigens: So einfach absetzen, wie er letzens gemeint hat, ist auch nicht drin: Ausschleichen heißt das Zauberwort. Also langsam herunterfahren. Sonst kann es größere Nebenwirkungen geben!
Aber immerhin, er nimmt seine Tabletten so wie der Arzt es ihm empfohlen hat. Ich drück ihm schon mal die Daumen, daß sie was bewirken.
Montag, 6.10.2008, 19:25:35 Uhr
Karl war beim Arzt, wieder einmal. Er ist immer noch krankgeschrieben. Wie lange schon? Seit Mitte September. Auweia...
Er hat mit ihm über das Johanniskraut gesprochen. Der Arzt sagt zwar, daß Johanniskraut prinzipiell bei leichten Depressionen helfen kann, wenn man es hoch genug dosiert (900 mg pro Tag wären wohl ok), bei Karl wäre Johanniskraut aber nicht angebracht. Er wäre schon zu schwer depressiv, da sollte man doch eher auf "richtige" Mittel zurückgreifen.
Gesagt, getan: Er gab ihm gleich eine Packung in die Hand (aus der Schublade). Er solle die nächsten 2 Wochen morgens und abends je eine halbe nehmen, dann 3 halbe pro Tag.
Da man ja nun eigentlich gewohnt ist, seinem Arzt zu vertrauen, sollte man meinen, daß nun alles gut wird. Aber wenn ein Arzt so nebenbei, quasi aus dem Ärmel, eine Packung Psychopharmaka schüttelt und sie einem quasi hinwirft, dann kommt man doch schon ins grübeln. Besonders, wenn man eh' schon depressiv ist und aus dem Grübeln nicht mehr herauskommt. So wie Karl. Karl sagte mir nämlich, er würde seinen Kopf nicht mehr zur Ruhe bringen. Ständig würde er etwas denken, sogar nachts im Bett. Er würde auch nachts aufwachen und denken.
Hm, ich kann mir das so nicht vorstellen. Man denkt doch nicht immer 'was. Man spannt doch auch mal aus, geniesst Musik, den Ausblick oder sonstwas. Und schon garnicht wacht man nachts auf, um über etwas nachzudenken... ...
Donnerstag, 2.10.2008, 19:13:46 Uhr
Nun läßt mir das aber keine Ruhe - Depressionen!
Karl war also anscheinend wirklich richtig krank. Nur wußte weder er noch ich, was so eine Depression wirklich war. Depressiv sein - für die Gesunden unter uns war man vielleicht mal depressiv, wenn jemand gestorben war. Ansonsten gehörte es eher zu den Fremdworten, die man höchtens für andere mal verwendete. Oder (sorry die Damen) wenn eine Frau mal PMS hatte, da hörte man schon mal, daß sie depressiv seien.
Nun war Karl aber weder 'ne Frau noch krank - zumindest bisher.
Na da half alles nix: Da muß 'was passieren. Also flugs ins's Internet und die vielen Depressions-Seiten angeguckt. Und je mehr man liest, desto gruseliger wird's.
Da spricht man von Selbstmord, Medikamenten mit schrecklichen Nebenwirkungen, Therapien, stationären Aufenthalten, zwischendurch wieder Selbstmord, Selbstverstümmelung und und und. Aus weia, was kommt da auf Karl zu? ...
Mittwoch, 1.10.2008, 19:00:02 Uhr
Das hätte ich ja nicht gedacht: Karl war heut beim Arzt! Ich das, obwohl ich es ihm gestern erst gesagt habe! Hätt' ich nie gedacht, daß er da so schnell hingeht. Was denn nun mit ihm los sei, fragte ich ihn. Karl druckste am Telefon herum... Er hätte eine Depression, sagte er. Und der Arzt meinte, er solle Medikamente nehmen. Antidepressiva. Zudem sollte er sich um eine Therapie bemühen.
Schon an seiner Stimme hörte ich, daß da etwas in ihm zusammengebrochen war. Der immer gesunde Karl, der sein Leben lang alle möglichen Bäume ausreißen konnte, war krank. Und dann auch noch psychisch... Wahrscheinlich war das für ihn doppelt schlimm. Zudem ich weiß, daß er noch nie gerne Medikamente nahm, geschweige denn, daß er Psychotherapien für Humbug hielt. Und jetzt das!
Aber auch für mich war das eine Überraschung. waren Depressive nicht die, die immer von Hochhäusern sprangen oder gegen Brücken fuhren? Karl hat das noch nie gemacht, wie sollte er nun plötzlich dazugehören? Ich flachste noch etwas mit Karl herum und er beruihigte sich wieder etwas.
Hm...
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Von: Krank
Kommentar: Das macht sehr krank
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Von: Julia Cz.
Kommentar: Lieber Karl...
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Von: Tom L.
Kommentar: Es ist schon hart an eine dieser depressiven Erkrankungen zu leiden. Man sieht z.B. in Haiti wie schlecht es den Menschen dort geht und sollte jubeln. Aber man tut es nicht sondern ist meist wie eh und je am Boden.
Daher Kompliment für diese Seiten hier. Es ist gut zu wissen das es auch anderen Menschen so ergeht wie einem selbst. Und das es nicht ummöglich ist das es einem zumindest ab und an besser geht.
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Von: Karl
Kommentar: Ich nehme die immer dann, wenn es mir zu viel wird. Zwar dauert das schon mal ne halbe Stunde, bis die wirken, aber dann ist wieder alles OK.
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Von: ElliVanelli
Kommentar: Hallo Karl
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