Der Zusammenhang von Stress und depressiven Erkrankungen

Den meisten dürfte es bereits bekannt sein, dass Stress und die Erkrankung an einer Depression in einem starken Zusammenhang stehen. Unter Stress versteht man hierbei selbstverständlich nicht nur den beruflichen Stress; ebenso gibt es den privaten Stress, also innerhalb der Familie oder generell im privaten Bereich.

In der Tat ist es so, dass wahrscheinlich jeder das Stress-Gefühl nur zu gut kennt, da er entweder auf der Arbeit oder auch daheim von Zeit zu Zeit in Stress gerät. Dabei hat man immer wieder das Gefühl, dass man diesem Druck nicht mehr standhalten kann und irgendwann nicht mehr kann und daran kaputt geht. Die wohlgemeinten Floskeln, wie beispielsweise „Bleib einfach locker“ oder „Tief durchatmen und ruhig sein“ helfen, egal ob man sich selbst immer wieder sagt, oder von Bekannten zu hören bekommt, eigentlich nur wenig. Die Theorie ist also mal wieder einfacher, als es die Umsetzung im täglichen Leben letztendlich ist.

Unter einer wissenschaftlichen Perspektive betrachtet verursacht Stress, dass mehr von dem Stresshormon mit dem Namen Cortisol ausgeschüttet wird, als üblich. Wenn das Cortisol nun dauerhaft zu stark ausgeschüttet wird und somit übermäßig konzentriert im Körper da ist, bringt dies die neurobiologische Regulatoren des menschlichen Körpers aus dem Gleichgewicht. Folglich sollte jeder von uns probieren, Stress so gut wie möglich zu meiden. Dazu gehört zum einen, dass man lernt, zu welchem Zeitpunkt und in welchen Situationen sich Stress entwickelt und festigt. Zum anderen sollte man sich Gedanken darüber machen, was dabei helfen könnte, den Stress zu meiden oder im einfach nicht zu begegnen. Es hat keinerlei Wert, wenn man sich lediglich auf Medikamente oder eine Therapie stützt und nichts an seinem Leben ändert. Kleine und große Änderungen können hier sehr viel bewirken.

Wer nun meint, dass es am besten ist, sich in seinem Zimmer oder seinem Haus zu verbarrikadieren, um dem Stress nicht mehr zu begegnen, liegt falsch. Der richtige Weg umfasst das aktive Umgehen der stressigen Situationen oder gar die konsequente Vermeidung.

Eine erschreckende Tatsache ist die, dass Stress für ungefähr 40 verschiedene Leiden verantwortlich ist. Dazu gehören auch die depressiven Erkrankungen.

Daher spielt es eine bedeutende Rolle, dass man sich wirklich überlegt, welche Gründe es für den Stress gibt. Außerdem müssen natürlich Maßnahmen entwickelt werden, die zur Abstellung dieser Ursachen dienen. Wenn es nicht möglich ist, diese Dinge wirklich abzustellen, ist es wichtig, dass der Betroffene zumindest lernt, wie er am besten damit umgehen kann. Tatsache ist nun einmal, dass Stress dazu führt, dass Menschen krank werden und dadurch mehr als 40 verschiedene Leiden hervorruft, wie unter anderem auch die Depression.

 

Auch der Körper reagiert auf eine bestimmte Art, wenn Stress aufkommt. Die körperlichen Reaktionen werden im Folgenden näher erläutert.

Um genau zu sein handelt es sich bei Stress um einen Schutzmechanismus. Dies liegt daran, dass das Gefühl von Stress dafür da ist, um den Menschen zu erhöhter Vorsicht aufzurufen, dass er verschiedene Gefahren rasch wahrnimmt und vermeiden kann oder zumindest auf eine passende Weise reagieren kann.

Stress führt beispielsweise zu folgenden Reaktionen des Körpers:

  • Senkung der Schmerzschwelle
  • Erhöhte Umsetzung von Sauerstoff
  • Erhöhung der Sehfähigkeit
  • Übermäßige Bereitstellung von Energie, da die Leber eine erhöhte Zuckerproduktion durchführt
  • Auflösung von Fettreserven
  • Erhöhung des Blutdrucks
  • Häufigerer Herzschlag
  • Ausschüttung von Kortison
  • Ausschüttung von Adrenalin
  • Verlangsamung der Verdauung
  • Einschränkung des Immunsystems

Eigentlich kann man sagen, dass das gesamte Immunsystem nur noch auf das nötigste reduziert wird. Diese Reaktionen des Körpers auf Stress bringen einige negative Folgen mit, welche durchaus auch dauerhaft bestehen bleiben können:

  • Wenn auf Dauer mehr Kortison ausgeschüttet wird, werden die Hirnzellen geschädigt. Dies führt dazu, dass sich die betroffene Person nur noch schlecht an verschiedene Dinge erinnern kann und generell im Denken stark eingeschränkt wird.
  • Angsterkrankungen können die Folge sein.
  • Außerdem kann es zu Depressionen kommen.
  • Es kann zu einer dauerhaften Schwächung des Immunsystems kommen, was dazu führt, dass man schneller krank wird.
  • Auch Darmschleimhautentzündungen sowie Magenentzündungen können die Folge von Stress sein, ebenso wie Gastritis oder Magengeschwüre.
  • Es kann zu einer Schädigung der Adern-Innenwände kommen. Ebenso kann es passieren, dass bei einem dauerhaft erhöhten Blutdruck dort Ablagerungen entstehen. Dies wiederum kann Gerinnsel verursachen. Bei einer Ablösung dieser Gerinnsel besteht das Risiko, dass diese in einem Hirn- oder Herzgefäß hängen bleiben, was dann im Härtefall durchaus zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen kann.

 

 

 

 
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